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3 Hovern/Torquen

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Was isses?
Der Pilot hängt das Modell senkrecht in die Luft und lässt es dort entweder stillstehen (Hovern) oder um die Längsachse drehen (Torque-Rolle).
[->] Überlegungen zum Hovern/Torquen

Flugverhalten um die Achsen
[-] Querachse: Je nach Modell leicht bis vollständig Instabil, andauernde Korrekturen erforderlich.
[-] Längsachse: Neutral bis leicht instabil, die Längsachse ist hier das kleinste Problem.
[-] Hochachse: Je nach Modell leicht bis vollständig Instabil, andauernde Korrekturen erforderlich.

Wie macht man's?
Sorgen sie dafür dass das Modell in der Luft senkrecht steht (wie auch immer ;-)) und stellen sie den Motorschub so ein dass das Modell weder sinkt noch steigt. Mit Höhen- und Seitenruder verhindern sie ein Ausbrechen aus der Senkrechten und mit dem Querruder unterbinden oder unterstützen sie falls gewünscht die Drehung um die Längsachse.

STP Hovern
Übung 1: Gehen sie aus dem Harrier ins Hovern, so dass ihr Modell ihnen den Rücken zudreht. Halten sie es mit Gegenquer in dieser Position und Hovern sie solange, bis sie sich sicher fühlen und keine heftigen Ruderkorrekturen mehr nötig sind.
Übung 2: Drehen sie den Modellbauch zu sich und hovern sie bis sie sich sicher fühlen.
Übung 3: Drehen sie die rechte Modellseite zu sich und hovern sie bis sie sich sicher fühlen.
Übung 4: Drehen sie die linke Modellseite zu sich und hovern sie bis sie sich sicher fühlen.
Übung 5: Starten sie das Hovern mit dem Rücken zu sich, drehen dann um 90 Grad, verharren kurz, drehen wieder 90 Grad etc.

Die Flächen sollten sie hier mit max. 30 Grad Abweichung um die Längsachse in Position halten können, die Korrekturausschläge von Höhen und Seitenruder sollten nicht mehr als 30 Grad betragen.

STP Torquen
Übung 1: Nemen sie das Gegenquer raus und lassen sie das Modell durch das Motordrehmoment um die Längsachse drehen.
Übung 2: Unterstützen sie diese Drehung langsam mit dem Querruder. Das Ziel sollten kontrolliert gesteuerte 0.5 Drehungen/Sekunde sein.
Übung 3: Drehen sie jetzt entgegengesetzt, wieder bis 0.5 Drehungen/Sekunde, falls die Querruderwirkung soviel zulässt.

Üben sie auch hier solange, bis die Höhen-/Seitenruderausschläge 30 Grad nicht mehr übersteigen.

BFP
Übung 1: Legen sie eine 20-40cm grosse Scheibe (z.B. ein Frisbee) auf eine Rasenfläche und versuchen sie, in 20cm Höhe über dieser Scheibe zu hovern, ohne dass die Längsachse des Modells diese Scheibe verlässt. Üben sie dass fürs Bauch-Rücken- und Seitenhovern. Im AFPD eignen sich statt der Scheibe irgendwelche Unregelmässigkeiten im Rasen oder andere Bodenmarkierungen (Streifen auf dem Turnhallenboden), welche sie in fast allen Szenerien finden. An Trainingsmethoden gibt es hier die "Ums verrecken über der Scheibe bleiben"- sowie die "Modell unbedingt ruhig halten"-Methode. Am Schluss muss beides gehen, versuchen sie vorher irgendwo ganz entspannt im Bereich ZWISCHEN diesen beiden Strategien zu trainieren. Ich kam (und komme ) jeweils am besten vorwärts, wenn ich mich mehr aufs Stillhalten denn aufs "Über der Scheibe bleiben"' konzentriere.
Übung 2: Lassen sie das Modell um die eigene Achse drehen, bleiben sie dabei immer über der Scheibe. Erhöhen sie die Drehgeschwindigkeit mit dem Querruder, und trainieren sie auch Drehungen entgegen des Propellerdrehmoments. Der Idealfall ist der, dass sie das Modell bei voll ausgeschlagenem Querruder noch irgendwie über der Scheibe halten können.
Übung 3: Wechseln sie zwischen den einzelnen Hoverzuständen, in dem sie jeweils voll Querruder reinhauen, und bleiben sie dabei über der Scheibe.
Übung 4: Fliegen sie Torque-Rollen mit abrupten Drehrichtungswechseln über der Scheibe. Variieren sie die Frequenz dieser Querruderschübe.

Tipps
Wenn sie:
[-] das Hovern mit dem Rücken zu sich nicht nach kurzer Angewöhnungszeit (15 Minuten!) hinbekommen, dann sollten sie unbedingt solange den Bauchharrier wiederholen, bis das absolut passiv funktioniert. Dann klappt auch das Hovern mit dem Rücken zu ihnen.
[-] das Hovern mit dem Bauch zu sich nicht packen, dann sollten die den Rückenharrier wiederholen.
[-] das Hovern mit der rechten/linken Flugzeugseite zu sich nicht packen, dann sollten sie Rechts- und Linksmesserflug sowie die Übergänge zwischen Bauch-/Rückenflug und Rechts-/Linksmesserflug wiederholen.

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