
3D-Fluglagen
1 Allgemeines2 Der Harrier
2.1 Flächenharrier
2.2 Messerharrier
3 Hovern/Torquen
4 Rollenharrier
4.1 Ebener Rollenharrier mit 50-60 Grad Anstellwinkel
4.2 Ebener Rollenharrier mit 30 Grad Anstellwinkel
4.3 STP/BFP vertikale Rollfiguren
4.4 Vertikaler Rollenflug
4.5 Weitere BFP-Übungen
1 Allgemeines
Was isses?
Alle Fluglagen bei denen die Strömung an den Tragflächen nicht mehr anliegt.
Überlegungen zum 3D-Flug
Die Unterschiede zum Vorwärtsflug
Alle Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie im Vorwärtsflug erworben haben, können ihnen hier zwar helfen, aber sie können sie nicht 1:1 übertragen, da im 3D-Kunstflug der Propellerwind eine nicht unwichtige Rolle spielt und sich das Flugverhalten ihres Modells dadurch verändert:
Für mehr Ruderwirkung können sie entweder das Ruder weiter ausschlagen oder mehr Gas geben. Ruder brauchen einen Luftstrom (von mir als Wind bezeichnet) um eine Wirkung entfalten zu können. Im Vorwärtsflug ist dieser Wind bei Höhen- und Seitenruder eine Mischung aus Propellerwind und Fahrtwind, beim Querruder ist es fast ausschliesslich der Fahrtwind. Im 3D Flug ist der Fahrtwind nur noch schwach oder ganz weg, der Ruderwind setzt sich hier fast ausschliesslich aus dem Propellerwind zusammen. Je mehr Propellerwind (=mehr Gas) desto grösser die Ruderwirkung.
Das Modell will bei rechtsdrehenden Systemen um die Längsachse im Gegenuhrzeigersinn wegdrehen. Das Motordrehmoment macht sich jetzt mit fehlendem Fahrtwind so richtig schön bemerkbar.
Das Modell fliegt teilweise instabil, auf jeden Fall viel wackeliger als im Vorwärtsflug. Auch 3D-Modelle sind auf stabilen Vorwärtsflug ausgelegt, auf stabilen 3D Flug ausgelegte Modelle sähen anders aus. Ausserdem wollen wir ja noch was auszusteuern haben, gell?.
Durch kurze Gasstösse mit geringeren Gaswerten dazwischen erreichen sie mehr Ruderwirkung als mit einem in der Summe gleich starken, aber konstanten Gas. Das Verhältnis von Ruderausschlag und Gasstössen/Pausen ist in jeder Fluglage anders und das gilt es jetzt zu erlernen. Es gibt keine Einzelübungen dafür, die Koordination von Rudern und Gas entwickelt sich eher beiläufig beim trainieren der einzelnen Figuren.
Allgemeine Tipps zum 3D-Flug
Üben sie den Harrier und das Hovern/Torquen anfangs bei extrem wenig Wind bis Windstille. Wind irritiert im STP im 3D-Flug noch mehr als im Vorwärtsflug, ihr Modell ist im 3D-Flug noch böenanfälliger und bei Wind fliegen sie im 3D-Flug relativ zum Boden die halbe Zeit rückwärts...
Schauen sie, sobald das Wierum beim Höhen- und Seitenruder einigermassen geklärt ist, beim Harrier wie beim Torquen jeweils auf die Kabinenhaube ihres Modells und keinesfalls auf das Heck. Dadurch verhindern sie unnötiges Herumüberlegen an dem richtigen Höhen/Seitenruderausschlag und kommen viel schneller vorwärts.
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Fabian Günther