
7 Blut, Schweiss und Tränen?
Diese Aussage hört man sehr oft, meistens von den Modellpiloten der "alten Schule". Vielfach kommt dann noch das Argument, dass das viele abstürzen den Charakter des Piloten positiv formen würde...
Absurd, nicht? Allergins ist das EXAKT dasselbe Strickmuster wie im Zitat zum Modellflug, und es zeigt wunderschön, wie absurd obige Haltung im Zeitalter von Vereinen, Lehrer-Schüler-Kabeln und Flugsimulatoren eigentlich ist.
Als ich mit dem Gitarrenspielen begonnen habe hatte ich auch keinen Bock darauf mir die Gitarre selber zu bauen und nach jedem falsch gegriffenen Ton wieder zu reparieren. Ich wollte einfach nur Gitarre SPIELEN. Von dem her kann ich jeden verstehen, der einfach nur ModellFLIEGEN möchte und sich nicht ewigs mit Bauen und reparieren herumschlagen möchte.
Der Modellflug ist langsam aber sicher in der Übergangsphase vom Bastlerobjekt zum Konsumgut. Diese Übergangsphase gitb es bei sehr vielen Technologien, beim Automobil hat sie sich vor etwa hundert Jahren abgespielt, Hersteller begannen damals fixfertige Automobile zu Produzieren, die Leute die die Autos fuhren wussten nicht mehr wie sie funktionieren und wie man sie repariert, in der Folge entstanden Reparaturwerkstätten. Und die Bastler der Ersten stunde jammerten über den Zerfall der Auto-Kultur:
Menschen, die ihre Maschinen selber bauen, gab es immer und wird es immer geben. In der Bastlerphase sind sie die Mehrheit, in der Konstumphase die Minderheit. Das ist der Lauf der Dinge
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Meine Einstellung zu diesem Thema hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, anfangs fuhr ich voll auf der "Alte-Schuhle"-Schiene ("Modellpiloten die ihre Modelle nicht selber bauen sind keine Modellpiloten...") mittlerweile habe ich meine Meinung demgegenüber geändert. Wenn sie also von mir in Foren noch entsprechende Aussagen finden sollten, dann lassen sie sich nicht irritieren
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Fabian Günther