
4 Rollenflug
4.1 Ebene Rollenacht
Was isses?
Zwei Rollenkreise zu einer horizontalen Acht zusammengehängt.
Überlegungen zur ebenen Rollenacht
Varianten
1 Flugebene (xy-Ebene)
2 Ausrichtungen der zum Piloten (längs, quer)
2 Rollrichtungen (Uhrzeigersinn/Gegenuhrzeigersinn)
2 Ein-/Ausflugsrichtungen in den Knotenpunkt (vorne/hinten, links/rechts)
4 Fluglagen im Knotenpunkt (Bauchflug, Rechtsmesserflug, Rückenflug, Linksmesserflug)
Anzahl Rollen pro Kreis (1, 1.5, 2, 3, 4)
Wo hängts?
Der Übergang zwischen den beiden Rollenkreisen in der Rollenacht ist anfangs stark verknüpplungsgefärdet, ich bin da ein paar Mal bös abgesoffen. Planen sie daher, wenn sie in echt trainieren, unbedingt genügend Sicherheitshöhe ein.
STP/BFP
Wenn sie alle vier Rollenkreis- Varianten sauber beherrschen können sie jeweils zwei Varianten zu einer Acht zusammenhängen. Die Rollrichtung bleibt während der Acht dabei konstant. Trainieren sie auch hier nacheinander alle möglichen Rollenacht-Varianten.
Fangen sie in Sicherheitshöhe an, beim Mittelpunkt der Acht werden sie anfangs fast sicher Verknüppler bekommen.
4.2 Ebene Rollenkette
Was isses?
Mehrere Rollenkreise zu einer horizontalen Kette zusammengehängt. Flugrichtung im Bild zuerst von rechts nach links (grün) und dann zurück von links nach rechts (rot).
Überlegungen zur ebenen Rollenacht
Varianten
1 Flugebene (xy-Ebene)
2 Ausrichtungen der zum Piloten (längs, quer)
2 Rollrichtungen (Uhrzeigersinn/Gegenuhrzeigersinn)
2 Ein-/Ausflugsrichtungen in den Punkt 1 (vorne/hinten, links/rechts)
4 Fluglagen im Punkt 1 (Bauchflug, Rechtsmesserflug, Rückenflug, Linksmesserflug)
Anzahl Rollen pro Kreis (1, 1.5, 2, 3, 4)
Wo hängts?
Der Übergange zwischen den einzelnen Kreisen kennen sie eigentlich schon von den Rollenachten, hier sinds aber gleich mehrere nacheinander, machen sie sich also auf Verknüppler gefasst.
STP/BFP
Übung 1: Fliegen sie die Figur für eine Rollrichtung mit einer Rolle pro Vollkreis quer zu sich nacheinander für die "Einflugsrichtung" Bauchflug, Rechtsmesserflug, Rückenflug und Linksmesserflug durch.
Übung 2: Das ganze nochmal, diesmal für die andere Rollrichtung.
Übung 3: Wenn sie wollen können sie die Figur auch noch längs zu sich fliegen.
4.3 Vertikale Rollenacht
Was isses?
Zwei Rollenloopings zusammengehängt.
Überlegungen zur vertikalen Rollenacht
Varianten
2 Flugebenen (xz-Ebene, yz-Ebene )
2 Ausrichtungen in der Flugebene (stehend/liegend)
2 Rollrichtungen (Uhrzeigersinn/Gegenuhrzeigersinn)
2 Ein-/Ausflugsrichtungen in den Knotenpunkt (vorne/hinten, links/rechts, oben/unten)
4 Fluglagen im Knotenpunkt (Bauchflug, Rechtsmesserflug, Rückenflug, Linksmesserflug)
Anzahl Rollen pro Kreis (1, 1.5, 2, 3, 4)
Wie macht man's?
Hängen sie zwei entsprechende Rollenloops zusammen, passen sie am Übergang anfangs wegen Verknüppeln auf. Bei grösseren Problemen hilft das Stickplane weiter.
STP/BFP
Wenn Positv- und Negativloopings funktionieren können sie diese zu vertikalen Rollenachten zusammenhängen. Trainieren sie auch hier alle möglichen Varianten.
4.4 Vertikale Rollenkette
Was isses?
Das gleiche wie die ebene Rollenkette, nur halt diesmal vertikal.
Überlegungen zur vertikalen Rollenkette
Varianten
2 Flugebenen (xz-Ebene, yz-Ebene )
2 Ausrichtungen in der Flugebene (stehend/liegend)
2 Rollrichtungen (Uhrzeigersinn/Gegenuhrzeigersinn)
2 Ein-/Ausflugsrichtungen in den Punkt 1 (vorne/hinten, links/rechts, oben/unten)
4 Fluglagen im Punkt 1 (Bauchflug, Rechtsmesserflug, Rückenflug, Linksmesserflug)
Anzahl Rollen pro Kreis (1, 1.5, 2, 3, 4)
Wo hängts?
Ebenfalls an den Übergängen.
STP/BFP
Dasselbe wie bei der ebenen Rollenkette, nur dass hier noch mehr Varianten dazukommen.
Tipps
Wenn sie während der Rollenkette die Knüppel durcheinander bringen, dann bauen sie an der Stelle an der sie gerade sind einen oder Mehrere Rollenloopings ein. Sobald sie sich in dieser bekannten Flugfigur wieder erholt haben können sie daraus nahtlos mit der Rollenkette Weitermachen.
4.5 Das Kleeblatt
Was isses?
Das Kleeblatt ist ein Test der gnadenlos zeigt, ob sie Rollenkreise und Rollenloopings im Griff haben. Im Prinzip besteht es aus vier um 90 Grad versetzten Rollenkreisen, welche in der Zeichnung z.B. in der Reihenfolge 1,2,3,4 durchflogen werden. Es wird jeweils eine oder 2 Rollen pro Kreis geflogen, die Rollrichtung und die Anzahl Rollen pro Kreis bleibt über die ganze Figur konstant.
Überlegungen zum Kleeblatt
Varianten
3 Flugebenenpaare (xz-yz-Ebene, xy-yz-Ebene, xy-xz-Ebene)
2 Rollrichtungen (Uhrzeigersinn/Gegenuhrzeigersinn)
2 Ein-/Ausflugsrichtungen in den Knotenpunkt (vorne/hinten, links/rechts, oben/unten)
4 Fluglagen im Knotenpunkt (Bauchflug, Rechtsmesserflug, Rückenflug, Linksmesserflug)
Anzahl Rollen pro Kreis (1, 1.5, 2, 3, 4)
Tipps
Befassen sie sich erst mit dem Kleeblatt wenn sie horizontale und vertikale Rollenachten ohne Probleme beherrschen. Dann ist die Figur relativ einfach und schnell geschafft. Haperts aber irgendwo bei den Rollenachten ist das Kleeblatt praktisch nicht fliegbar
.
Videos
Am 08.11.2006 habe ich mein erstes Kleeblatt zustande gebracht. Die Kreise sind zwar weder rund noch gleich schnell noch gleich gross noch sonst irgendwas, aber es ist ein klar erkennbares Kleeblatt
.
Trainingsflug 08.11.2006 (AFDP 850 KB)(*)
Trainingsflug 08.11.2006 (WMV 5.2 MB)
4.7 Das Maul
Was isses?
Zwei horizontale (1,3) und zwei vertikale (2,4) Rollenhalbkreise abwechselnd aneinandergehängt. Das Ding sieht dann in etwa aus wie ein geöffnetes Maul.
Überlegungen zum Maul
Varianten
3 Flugebenenpaare (xz-yz-Ebene, xy-yz-Ebene, xy-xz-Ebene)
2 Ausrichtungen im Flugebenenpaar (Maul nach oben/unten, links/rechts, vorne/hinten offen)
2 Rollrichtungen (Uhrzeigersinn/Gegenuhrzeigersinn)
2 Ein-/Ausflugsrichtungen in den Punkt A (vorne/hinten, links/rechts, oben/unten)
4 Fluglagen im Punkt A (Bauchflug, Rechtsmesserflug, Rückenflug, Linksmesserflug)
Anzahl Rollen pro Kreis (1, 1.5, 2, 3, 4)
Wo hängts?
Die Übergänge sind wegen dem Wechsel Ebener - Vertikaler Rollenkreis anfangs recht heftig.
4.8 Schrauben, Schlaufen
Was isses?
Schraub- und Schlaufenbewegungen in der Vertikalen und in der Horizontalen aus dem Rollenkreis bzw. aus dem Rollenloop heraus.
Übungen
Vertikale Schraube: Fliegen sie einen Rollenkreis und steigen/sinken sie dabei kontinuierlich mit 10/20/30/45/60/80 Grad Winkel nach oben/unten. Variieren sie Schraubendurchmesser und Fluggeschwindigkeit.
Horizontale Schraube: Fliegen sie einen Rollenlooping und führen sie dabei eine kontinuierliche Seitwärtsbewegung nach rechts/links 10/20/30/45/60/80 Grad Winkel gegen die Kreisebene aus. Variieren sie Schraubendurchmesser und Fluggeschwindigkeit.
Schraubenkreis: Fliegen sie eine vertikale Schraube, diesmal aber mit kreisförmiger statt mit gerader Schraubenachse
Schraubenlooping: Fliegen sie eine horizontale Schraube mit kreisförmiger statt mit gerader Schraubenachse.
Horizontale Schlaufen: Fliegen sie Rollenkreise mit horizontalem Versatz des Kreismittelpunktes.
Vertikale Schlaufen: Fliegen sie Rollenloopings mit vertikalem Versatz des Kreismittelpunktes.
Schlaufenkreis: Fliegen sie horizontale Schlaufen mit kreisförmiger Bahn des Kreismittelpunktes.
Schlaufenlooping: Fliegen sie vertikale Schlaufen mit kreisförmiger Bahn des Kreismittelpunktes.
4.9 Ebene Einheitsschlaufe
Was isses?
Die Einheitsschlaufe im Rollenflug.
Überlegungen zur ebenen Einheitsschlaufe
Wo hängts?
Die beiden S-Kurven bei der Wendeschlaufe bereiten Anfangs übelst Kopfzerbrechen.
Ihr Gehirn versucht anfangs tapfer, ihr Modell für die Schlaufen in eine bevorzugte Lage zu drehen.
Die Ausgleichsbewegungen auf der Geraden funktionieren anfangs überhaupt nicht, als nächstes Funktionieren sie nur in der Flächen- oder Messerfluglage und erst nach langer Trainingszeit funktionieren sie in jeder Lage um die Längsachse.
Höhen- und Seitenruder haben sie vom bisherigen Bewegungsschema her gekoppelt. Wenn sie jetzt für eine Korrekturbewegung das HR andersrum ausschlagen geht das SR anfangs bereitwillig mit...
STP/BFP
Fliegen sie die Einheitsschlaufe am Anfang unbedingt in Sicherheitshöhe, beim Übergang Gerade -> Schlaufe werden sie anfangs Flugmanöver fliegen von denen sie bisher nicht mal zu träumen wagten
.
Vorübung: Schnappen sie sich eine Schaumwaffel und fliegen sie mit konstanter Rollrate (2-4 Rollen/Sekunde) konstant 2-5m über dem Boden. Kreisen sie dabei mehr oder weniger planlos in der Gegend herum und konzentrieren sie sich darauf, das Timing bei Höhen- und Seitenrudereinsätzen so genau wie möglich zu treffen und die Flughöhe so genau wie möglich einzuhalten.
Markieren sie sich eine gerade Linie mit gut sichtbaren Endpunkten auf dem Boden und fliegen sie darüber die Einheitsschlaufe im Rollenflug. Halten sie die Rollrate anfangs tief (6-8 Sekunden/Rolle) und konstant und versuchen sie das Modell genau über der Geraden zu halten.
Achten sie darauf, wann und wie ihr Gehirn zu "bescheissen" versucht (anpassen der Rollgeschwindigkeit, Wendemanöver nur in bestimmten Fluglagen etc.) und hebeln sie diese Mechanismen ganz gezielt aus. Ein deutlicher Hinweis auf derartiges Bescheissen ist, wenn es über der Wendefahne plötzlich "klemmt", d.h. ihr Bewegungsgedächtniss zwingt sie noch einige Meter geradeaus zu fliegen bis sich das Modell in einer "geeigneten" Lage für die Wende befindet.
Anfangs ist das ein heftiger Kampf, mit der Zeit leistet das Gehirn immer weniger Gegenwehr, jetzt können sie die beiden Schlaufen bereits mit jeder Ein-/Ausflugsfluglage fliegen, zwar nicht mit jeder gleich gut, aber immerhin. Irgendwann kommt der Punkt wo das Gehirn jegliche Gegenwehr aufgibt (ist bei mir schlagartig innerhalb von 5 Minuten Passiert), sie können dann die Einheitsschlaufe ohne Krampf fliegen.
Um zu testen ob ihr Gehirn schon aufgegeben hat können sie die Einheitsschlaufe verlassen und rollenderweise beliebigen Linien am Boden entlangfliegen. Hält sich das Gehirn ruhig haben sies geschafft, fährt es wieder irgendwelche Tricks auf dann müssen sie noch in der Einheitsschlaufe weiterüben.
Wenn die gerade Einheitsschlaufe klappt dann markieren sie sich ein gebogenes Stück zwischen den beiden Fähnchen und fliegen sie diesem entlang.
Suchen sie sich verschiedene gerade Linien mit klarem Anfang und üben sie den korrekten Anflug auf diese.
4.10 Räumliche Einheitsschlaufe
Was isses?
Eine vertikale Einheitsschlaufe im Rollenflug.
Überlegungen zur räumlichen Einheitsschlaufe
Wie macht man's?
Die räumliche Einheitsschlaufe funktioniert im Prinzip gnau gleich wie dei ebene Einheitsschlaufe.
STP/BFP
Übung 1: Fliegen sie Schlaufe (A) für eine Drehrichtung und eine Fluglage (Bauchflug, Rückenflug, Rechtsmesserflug, Linksmesserflug) am Punkt 1. Platzieren sie dabei zwischen den Punkten 1-2, 2-3, 3-4 etc. genau eine Viertelrolle. Fliegen sie, sobald sie Schlaufe (A) beherrschen, Schlaufe (B). Zwischen den Punkten 1-2,2-3, 4-5,5-6,6-7, 8-9 und 9-10 liegt dabei weiterhin eine Viertelrolle, zwischen den Punkten 3-4, 7-8 eine ganze Rolle.
Übung 2: Fliegen sie Übung 1 jetzt für die anderen Varianten (Rollrichtung Uhrzeigersinn, Gegenuhrzeigersinn, Fluglage im Punkt 1 Bauchflug, Rückenflug, Linksmesserflug, Rechtsmesserflug).
Übung 3: Hängen sie jetzt alle Varianten aneinander, indem sie jede Variante eine Schlaufe lang fliegen und am Punkt 1 durch eine zusätzliche Vierteldrehung zur nächsten Variante wechseln.
Übung 4: Fliegen sie erneut Schlaufe (A). Suchen sie sich für den Punkt 3/7 eine Markierung am Himmel (z.B. eine Wolke) und fliegen sie so, dass der Punkt auf jeden Fall auf der Markierung liegt. Fliegen sie dabei mit beliebiger Rollgeschwindigkeit, die Lage um die Längsachse bei bestimmten Punkten der Längsachse ist jetzt NICHT mehr relevant. Ob die beiden Schlaufen oben und unten rund werden ist erst mal egal, man sollte aber erkennen dass es Schlaufen sind.
Übung 5: Fliegen sie, sobald sie Schlaufe (A) so beherrschen, Schlaufe (B) auf die gleiche Weise, diesmal entsprechend mit zwei Himmelsmarkierungen. Wenn sie Probleme bekommen (gabs bei mir vor allem beim Abfangen zwischen Punkt 9 und 10, die Bewegung war anfangs nicht selten ein Korkenzieher
) dann fliegen sie einige Runden Schlaufe (A) und wechseln sie dann wieder zur Schlaufe (B).
Übung 6: Sorgen sie jetzt dafür, dass die beiden Schlaufen bei Schlaufe (B) gleich gross und rund werden.
Übung 7: Variieren sie die Rollgeschwindigkeit bei Schlaufe (B).
Übung 8: Wiederholen sie Übungen 1-7 für die andere Durchlaufrichtung (1-10-9-8-7-6-5-4-3-2-1)
Tipps
Das Kriterium, um von einer Übung zur nächsten gehen zu können ist folgendes: Während sie die Figur der entsprechenden Übung fliegen ist ihnen die Bewegung des Modells während der gesamten Figur glasklar, sie wissen immer haargenau was die nächste Sekunde passieren wird, und sie sind auch imstande, während dem Fliegen der Figur an zukünftigen Ruderausschlägen herumzuüberlegen ohne dabei aus der Figur zu fallen. Selbst bei einem kurzen Verknüppler sollten sie nicht mehr aus der Figur fallen. Grauzonen, wo sie sich nur mit viel Glück durchknüppeln und nicht genau wissen was sie tun darf es nicht mehr geben.
Fliegen sie am Simulator nicht zu steil nach oben, 45-50 Grad Winkel zum Boden ist die Schmerzgrenze. Oberhalb dieser Grenze haben sie keinerlei Anhaltspunkte mehr ob sie noch gerade fliegen.
Wenn sie bei Schlaufe (B) Probleme bekommen, dann wechseln sie zu Schlaufe (A), fliegen diese einige Male und wechseln dann wieder zu Schlaufe (B).
Wenn sie mit Schlaufe (A) Probleme bekommen, dann bauen sie einen oder mehrere Rollenloopings in die Schlaufe ein, das hilft die Rollenloop-Steuerschemen wieder zu aktivieren.
Sorgen sie dafür, das sie am untersten Punkt der unteren Schlaufe noch auf Sicherheitshöhe sind. Fliegen sie tiefer, geraten sie bei der unteren Schlaufe in Zugzwang, und unter Zugzwang steuern sie nicht mehr wirklich viel sinnvolles...
4.11 Ebener Rollenflug mit konstanter Rollrichtung und Rollgeschwindigkeit
Was isses?
Fliegen in einer Ebene parallel zum Boden mit beliebiger Flugbahn und konstanter Rollrichtung und Rollgeschwindigkeit.
Wie macht man's?
Das wissen sie
. Sie haben alle Elemente die sie brauchen (die ebenen Rollfiguren), sie müssen sie nur noch richtig aneinanderhängen.
Wo hängts?
Die Rollenzahl pro Vollkreis ist jetzt definitiv nicht mehr schön ganzzahlig, sondern ergibt sich aus dem gewählten Kreisdurchmesser, der gewählten Fluggeschwindigkeit und der gewählten Rollgeschwindigkeit. Das tönt aber schlimmer als es ist, sofern sie vorher auch mal mehrere Rollen/Vollkreis geflogen sind werden sie die Umstellung gar nicht bemerken.
STP/BFP
Suchen sie sich jetzt komplexere Bodenmarkierungen (Linien auf einem Turnhallenboden, Parkfelder, Wege, eigene Markierungen) und fliegen sie diesen entlang. Reduzieren sie die Rollrate dafür anfangs auf 6-8 Sekunden Pro Rolle.
Sobald sie diese Übung mit den 6-8 Sekunden pro Rolle zustande bringen können sie die Rollgeschwindigkeit erhöhen. Arbeiten sie sich so langsam zur maximalen Rollgeschwindigkeit vor, die sie noch aktiv aussteuern können. Durch Stillegen des Seitenruders könnten sie zwar noch schneller rollen, diese Rollen sind aber nicht mehr wirklich kontrolliert.
Videos
Einer der ersten ebenen Rollenflüge, der so halbwegs hingehauen hat. Zwar noch mit heftigen Höhenschwankungen, aber immerhin.
Trainingsflug 31.08.2006 (AFPD 900 KB)(*)
Trainingsflug 31.08.2006 (WMV 5.2 MB)
PS: Wer findet den Rollrichtungswechsel? 
4.12 Ebener Rollenflug mit veränderlicher Rollrichtung und Rollgeschwindigkeit
Was isses?
Der Titel sagt hier alles
. Als letzte Konstante muss im folgenden hier noch die Rollrichtung dran glauben
.
Wo hängts?
Anfangs haut es ihnen bei jedem Drehrichtungswechsel ihr komplettes Bewegungsschema für Höhen- und Seitenruder in die Pfanne. Die Folgen sind ziemlich amüsante Flugfiguren, der Adrenalinausstoss ist etwa mit dem beim Rückenflugtraining zu vergleichen
.
STP/BFP
Nudeln sie die Rollfiguren und die Rollenflugübungen nochmal durch, diesmal aber mit ständig ändernder Rollrichtung. Am Anfang können sie konstant nach einer, 1/2 oder 1/4-Rolle wechseln, wenn das klappt können sie wechselweise nach 2, 1, 1/2 oder 1/4-Rolle wechseln.
Tipps
Filmen sie ihre ersten Versuche. Die Figurenvielfalt die bei den ersten misslungenen Versuchen entsteht ist beeindruckend
.
4.13 Räumlicher Rollenflug mit konstanter Rollrichtung und Rollgeschwindigkeit
Dasselbe wie im ebenen Fall, diesmal aber räumlich. Als Markierungen können der Horizont, Häuser und Bäume sowie Wolken am Himmel dienen.
4.14 Räumlicher Rollenflug mit veränderlicher Rollrichtung und Rollgeschwindigkeit
Dasselbe wie im ebenen Fall, diesmal aber räumlich.
4.15 Abschlussübung
Geben sie einem Bekannten (ob Modellpilot oder nicht ist egal, beides hat seinen Reiz...) einen Schülersender in die Hand und geben sie ihm die Querruderfunktion zum steuern. Die anderen Funktionen steuern weiterhin sie. Beschränken sie den Querruderausschlag senderseitig soweit, das sie das Modell bei maximalem Querruderausschlag noch in der Luft halten können. Starten sie nun, übergeben sie dem Bekannten die Querruderfunktion und sagen sie ihm, er könne knüppeln was er wolle
. Versuchen sie dann zu erst, das Modell irgendwie oben zu halten. Wenn das geht, dann können sie wieder mit dem Musterfliegen beginnen. Wenn sie so die Flugbahn des F3A P-07 -Programms erkennbar nachfliegen können, dann sollten sie ernsthaft in Betracht ziehen den Modellkunstflug beruflich zu betreiben...
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Fabian Günther