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Home>Motorflug>Modellwechsel: Shockflyer -> AJ-Extra, Seite 7

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7 Die Fluglagen

Als nächstes können sie in Sicherheitshöhe alle Fluglagen, die sie bereits vom 95cm-Shockflyer her kennen, auf die AJ-Extra übertragen.

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Rückenflug
Im Rückenflug ist das Modellverhalten sehr ähnlich wie im Bauchflug. Im Rückenflug können sie daher die komplette Prozedur vom Bauchflug noch einmal durchnudeln, das sollte hier etwas schneller gehen als im Bauchflug.

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Messerflug
Der schnelle Messerflug ist kein Problem, der Langsame erfordert extrem viel Seitenruderausschlag, der Rumpfanstellwinkel beträgt dann fast 40 Grad. Auch muss hier die Motorleistung deutlich erhöht werden. Der Messerflug mit Seitenruder-Vollausschlag ist nicht so doll, da man da keine Reserve mehr für Korrekturen hat und spätestens in der Kurve absäuft. 5-10 Grad Ausschlagsreserve am Seitenruder sollte man im Messerflug behalten.
Achtung: Wenn sie (z.B. in der Vierpunktrolle) aus dem Messerflug mit 30 Grad Anstellwinkel schlagartig in den Flächenflug übergehen und dabei das Seitenruder (und damit den Anstellwinkel) nicht rechtzeitig reduzieren reisst ihnen die Strömung an der im Messerflug oben gelegenen Tragfläche ab. Erkennbar ist das am extremen Nachdrehen, meist landen sie dann nach 180 Grad wieder im Messerflug, in ganz heftigen Fällen kanns auch ne ganze gerissene Rolle geben.

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Harrier
Den Bauchharrier kennen sie schon von der Landung her, der Rückenharrier ist nicht wesentlich anders, ausser das die Höhenruderwirkung subjektiv deutlich besser ist und die AJ-Extra dazu neigt, sich oberhalb von ca. 75 Grad Anstellwinkel selbstständig aufzurichten. Nach dem Rückenharrier mit 45 Grad können sie den Anstellwinkel im Bauch- und im Rückenharrier bis 90 Grad hochschrauben.

[-] Bei diesen hohen Anstellwinkeln fliegt sich die AJ-Extra im Vergleich zum 95cm-Shockflyer anspruchsvoll recht nervös, und Anfangs werden sie auch nicht alle Abkipper aussteuern können, auch mit Vollausschlägen nicht.
[-] Ab ca. 80 Grad Anstellwinkel macht sich das Motordrehmoment schlagartig (und deutlich heftiger als beim 95cm-Shockflyer) bemerkbar, um ein Wegdrehen zu verhindern müssen sie mit dem Querruder ordentlich gegensteuern.

[-] Trainieren sie den Harrier mit mehr als 45 Grad Anstellwinkel anfangs ausschliesslich bei Windstille. Einerseits fliegt das Modell dann deutlich Ruhiger, andererseits können sie sich die Modellreaktionen (die sind z.T. etwas anders als beim 95cm-Shockflyer) unverfälscht einprägen. Bei böigem Wind ist der Harrier über 45 Grad Anstellwinkel extrem anspruchsvoll, machen sie das Erst wenn sie den Harrier bei Windstille beherrschen.
[-] Stabilisieren sie die AJ-Extra auf Quer mit schnellen, harten und relativ grossen Querruderausschlägen. Schon ein kurzes Hin- und Herschlagen mit den Querruder (ca. halber möglicher Ausschlag) stellt das Pendeln um die Längsachse zuverlässig ab.
[-] Setzen sie Seiten- und Höhenruder gezielt und wenn nötig mit Vollausschlägen ein. Achten sie dabei aber darauf, dass sich das Modell nicht aufschwingt. Grosse HR- und SR-Ausschläge müssen sie mit entsprechenden Gasstössen unterstützen, da ihnen das Modell sonst absinkt.
[-] Zögern sie nicht, beim Gas falls nötig ordentlich reinzutreten, Gasstösse haben fast immer eine stabilisierende Wirkung.
[-] Sobald ihr Modell durch Abkippen in eine Fluglage gerät, wo sich die Strömung an den Tragflächen wieder anlegt, dann haben sie einen Versuch, das Modell mit schnellen und heftigen Quer- und Höhenruderausschlägen wieder in den Harrier zu bekommen. Misslingt dieser Versuch, dann brechen sie den Harrier sofort ab, neutralisieren sie die Ruder und lassen sie die Maschine Fahrt aufholen. Ein direktes Zurückbefördern in den Harrier mit teilweise wiederangelegter Strömung ist extrem schwierig, das Flugverhalten der Maschine ist dabei anfangs höchst anspruchsvoll und für den Umsteiger nicht berechenbar.
[-] Fliegen sie den Harrier mit hohem Anstellwinkel anfangs mit reichlich Sicherheitshöhe, schon das vollständige Herauskippen kostet inklusive Fahrtaufholen und Abfangen problemlos 20 Höhenmeter.

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Hovern/Torquen
Hovern und Torquen sind ebenfalls wesentlich anspruchsvoller als mit dem 95cm,-Shockflyer, Höhen- und Seitenruderwirkung sind schlechter. In Kombination mit leichten Gasstössen und schnellen, grossen Ruderausschlägen ist die Ruderwirkung aber ausreichend, der Schritt vom Harrier mit 80 Grad Anstellwinkel ins Hovern ist auch hier nichts Gewaltiges und eher eine Formsache.

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Rollenflug
[-] Wegen der im Abschnitt "Messerflug" erwähnten Problematik mit der gerissenen Rolle sollten sie die Endlosrollen den Vierpunktrollen vorziehen, bei den langsamen Endlosrollen können sie gefahrlos ein Gefühl fürs Seitenrudertiming entwickeln.
[-] Bei den Endlosrollen mir geringer Fluggeschwindigkeit hängt der Anstellwinkel in den Messerflugteilen stark von der Rollgeschwindigkeit ab, bei einer Sekunde/Rolle ist er kaum wahrnehmbar (da es schlicht keinen Sinn macht die AJ-Extra innerhalb einer halben Sekunde auf 30 Grad Anstellwinkel und wieder zurück zu prügeln), ab etwa 10 Sekunden/Rolle fliegt man den vollen Anstellwinkel im Messerflug. Im Bereich dazwischen liegt der Messerflug ebenfalls zwischen 5 und 30 Grad. Den "Auftriebsverlust" im Messerflug kompensiert man mit leichtem Ziehen/Drücken im Flächenflug. Das ergibt zwar eine leicht wellenförmige Flugbahn, die Wellenform ist bei schnellen Rollen aber so klein dass sie niemand bemerkt.
[-] Fliegen sie die Rollenkreise anfangs sehr gross (mind. 50m Durchmesser) und recht schnell, dann fliegt die AJ-Extra stabil und bietet keine bösen überraschungen. Sobald sie die Rollenkreise so sicher im Griff haben können sie Durchmesser und Geschwindigkeit reduzieren.

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Rollenharrier
Der Rollenharrier ist mit der AJ-Extra erheblich schwieriger als z.B. mit einer 3m-Extra330s im AFPD, da die AJ-Extra wesentlich weniger Timingfehler verzeiht und bei derartigen Fehlern sehr heftig wegdrehen kann. Von dem AFPD-Modellen kommt die 3m-Cap der AJ-Extra im Rollenharrier am nächsten. Wenn man das Steuerschema bei der AJ-Extra aber mal raus hat (bei mir hats an einem nebeligen Mittwoch Nachmittag plötzlich "klick" gemacht und dann gings) sind Harrierrollen ein wahrer Genuss, ab 0.5 Rollen/Sekunde ist auch der geringere Auftrieb im Messerflug praktisch weggebügelt. Ich empfehle ihnen dabei wärmstens, am Anfang den Vierpunkt-Rollenharrier zu trainieren (auch wenn ihnen die Kiste anfangs dabei fast vom Himmel fällt) und erst nach dessen gelingen auf den Endlosrollenharrier zu wechseln.
[-] Um die AJ-Extra beim der Harrierrolle vom Bauchharrier in den Messerharrier zu bekommen müssen sie kurz sehr heftig ins Querruder langen und das Seitenruder eher verspätet einsetzen. Bringen sie das Seitenruder zu früh und/oder betätigen sie das Querruder zu schwach bleibt ihnen die Maschine im Bauchslip stecken und kommt nicht bis in den Messerharrier. Ist die Harrierrolle dann einmal begonnen ist der Effekt bei den nächsten Durchflügen Bauchharrier -> Messerharrier zwar immer noch da aber deutlich abgeschwächt.
[-] Trainieren sie anfangs den Rollenharrier über 45 Grad Anstellwinkel. Bei Steuerfehlern richtet sich die AJ-Extra meistens in die Senkrechte auf, unterhalb von 40 Grad Anstellwinkel semmelt sie bei Steuerfehlern dagegen zielstrebig gen Mutter Erde, nicht wirklich angenehm ;-).
[-] Bei Shockflyer-Umsteigern stockt die Rollbewegung der AJ-Extra im langsamen Rollenharrier über 45 Grad Anstellwinkel regelmässig, manchmal parkiert sie regelrecht in eine Bestimmten Lage um die Längsachse. Dieses Verhalten ist nicht weiter dramatisch und verschwindet mit der Zeit von selber, also nicht aufregen und nicht krampfhaft aussteuern wollen :-).

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