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Home>Motorflug>Modellwechsel: Shockflyer -> AJ-Extra, Seite 6

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6 Wurfstart/Bauchharrier/Harrierlandung

Nicht alle Piloten haben dauerhaft eine ebene und gemähte Landefläche zur Verfügung. Wenn ich neben dem Haus fliege darf ich z.B. hier starten und landen :-)). Fahrwerk und Modell überleben hier weder Bodenstart noch Fahrtlandung, da muss also was anderes her. Handstart geht mit der AJ-Extra Problemlos, die Harrierlandung ebenfalls. Im Harrier kommt man auf so ziemlich jeder Piste runter, der Handstart schert sich eh nicht um Bodenbeschaffenheiten.

Bleiben sie für ihre ersten derartigen Versuche noch auf ihrer ebenen Landewiese, damit sie, falls sie den Harrier auf Anhieb nicht hinbekommen, trotzdem noch normal Landen können.

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Rudereinstellungen

... Für einen Piloten, der vorher bei seinem Shockflyer mit 0 Prozent Expo auf allen Rudern geflogen ist.
[-] Querruder: Alles was geht, vor allem im Flächenharrier und im Rollenharrier brauchen sie den Vollen Ausschlag. Ohne Expo ist dieser jedoch schlicht nicht fliegbar, 40 Prozent Expo sind das Minimum, 60 Prozent sind auch nicht verkehrt.
[-] Höhenruder: Alles was geht, im Harrier, im Hovern/Torquen sowie bei überschlägen wird der volle Ausschlag benötigt. Expo 30-50 Prozent.
[-] Seitenruder: Alles was geht, speziell im langsamen Messerflug brauchen sie den vollen Ausschlag. 0 Prozent Expo sind zwar möglich, 20-30 Prozent sind aber wesentlich angenehmer, da man so das heftige Nachschwingen um die Hochachse besser und schneller in den Griff bekommt. Mir war das Expo auf dem Seitenruder zwar anfangs auch suspekt (beim Shockflyer bin ich kurz davor negatives Expo zu Programmieren...) aber glauben sie mir, die AJ-Extra fliegt mit positivem Expo auf dem Seitenruder damit wirklich besser.

Tipp:
Programmieren sie sich für den langsamen Umstieg von den Normalausschlägen auf die 3D-Ausschläge am besten zwei mittels Schalter umschaltbare Flugphasen, die eine enthält die "vertrauten" Ausschläge und Expowerte, die andere die "verschärften". Lassen sie dabei das Expo wie es ist und schrauben die die Ausschläge von HR und SR in 15-Grad-Schritten und vom QR in 10-Grad -Schritten hoch. Starten sie mit den der "vertrauten" Flugphase, fliegen sie auf Sicherheitshöhe mit der "verschärften" Flugphase solange im "Abrissflug", bis die "verschärfte" Flugphase zur "vertrauten" geworden ist. Programmieren sie dann die neuen "vertrauten" Ausschläge an die Stelle der Alten, legen sie an die Stelle der alten "verschärften" die neuen "verschärften" und wiederholen das ganze Spielchen...

Wurfstart

[Wurfstart]

[-] Greifen sie, wenn sie den Gasknüppel mit der linken Hand steuern, die AJ-Extra mit der rechten Hand direkt vor der Kabinenhaube, Daumen und Zeigefinger jeweils unterhalb der Rumpfdeckelkante.
[-] Halten sie die AJ-Extra ca. im 70 Grad Winkel nach oben genau gegen den Wind.
[-] Lassen sie die rechte Tragfläche zur Kompensation des Motordrehmomentes leicht hängen und machen sie einen kurzen Rudercheck. Geben sie (sofern sie einen Antrieb mit ca. 400-500 Watt Eingangsleistung haben) Vollgas, schieben sie das Modell ca. 50cm weit im 70 Grad-Winkel nach oben und lassen sie es dann los. Ziehen sie ihre Hand sofort zurück, damit sie nicht mit dem Seitenruder kollidiert. Die AJ-Extra verringert den Steigwinkel nach dem Loslassen schlagartig je nach Wind auf 30-60 Grad und steigt dann stabil weg. Ein leichtes Wegdrehen nach links ist dabei normal, kritisch ist das bei mir noch nie geworden.

Wichtig: Der Handstart hat nichts mit Werfen zu tun, es ist mehr ein "Anschieben", die eigentliche Startenergie kommt vom Motor, sie führen das Modell lediglich den ersten halben Meter. Jegliches "Werfen" oder ruckartiges nach oben Schieben hat ein Abkippen des Modells über die linke Tragfläche zur Folge.

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Harriertraining
Fliegen die die Harrierübungen ca. 60m von sich entfernt und ca. 40m über dem Boden. Durch den relativ flachen Blickwinkel sehen sie das Modell von der Seite, was beim Harrier bekanntlich extrem hilft, durch die 40m Sicherheitshöhe können sie sich auch mal einen wüsten Abkipper leisten, ohne dass die Maschine gleich einschlägt, und durch die 60m Abstand haben sie nie die Möglichkeit, in sich rein zu fliegen und müssen sich dementsprechend auch nicht darum sorgen. Die AJ-Extra ist in 60m Abstand zwar schon relativ klein, aber das ist im Gegensatz zu den Nachteilen des boden- und pilotennahen Fluges ist das das kleinere übel.

Gehen sie in dieser Sicherheitshöhe in den 40-Grad-Harrier und fliegen sie mal durch die Gegend. Im Geradeausflug und in weiten Kurven verhält sich die AJ-Extra dabei lammfromm, fast noch angenehmer als die 95cm-Shockflyer. Enge Kurven sind schon etwas kniffeliger, speziell bei Linkskurven ist die Querruderwirkung eher grenzwertig. Wenn man da nach innen wegkippt sollte man neben Gas auch noch Seitenruder aus der Kurve heraus geben, um das Heck wieder gerade zu bekommen.

Sobald sie die Maschine im Bauchharrier einigermassen im Griff haben (hat bei mir eine Akkuladung gedauert) können sie die Flughöhe auf 20m Reduzieren, damit sie auch was sehen. Versuchen sie jetzt, ohne Aufschwingen einer geraden Linie entlangzufliegen. Wenn das klappt können sie einen Landeanflug in 20m Höhe simulieren, wenn das auch klappt sind sie bereit für die Harrierlandung.

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Harrierlandung

[Harrierlandung]

[] Fliegen sie nach dem Schema im Bild rechts an, der Queranflug erfolgt dabei VOR dem Piloten. Gelandet wird exakt gegen den Wind vom Piloten weg. Machen sie die Kurve vom Queranflug in den Endanflug gross und weich, sinken sie dabei ständig ein klein wenig und vermeiden sie langes Ausschweben auf gleicher Höhe, da das Modell hier gerne unruhig wird. Setzen sie mit ca. 30 Grad Anstellwinkel auf, alles unter 30 Grad birgt die Gefahr des Wiederanlegens der Strömung, alles über 30 Grad belastet das Fahrwerk unnötig.

Tipps
[-] Landen sie im Harrier NIE (nie nie nie nie!) mit Rückenwind, das Modell baut dabei selbst bei Halbwegs ebenem Untergrund einen überschlag und der Propeller mag das nicht wirklich.
[-] Landen sie immer von sich weg und nie gegen sich, beim Landeanflug gegen sich bekommen sie IMMER Panik (sie wollen sich ja schliesslich nicht über den Haufen fliegen...) und die Landung wird entsprechend laut.
[-] Wenn sie bei Seitenwind landen müssen, dann fliegen sie normal nach Schema an und drücken sie kurz vor dem Aufsetzen das Heck mit dem Seitenruder etwas mehr in Fahrtrichtung, so dass sie nicht ganz so schief aufsetzen. Die Harrierlandung bei Seitenwind ist eine recht knifflige Angelegenheit und erst nach einiger Erfahrung mit Gegenwindlandungen zu empfehlen.
[-] Die einzigen wirklichen Gefahren bei der Harrierlandung sind drei Pilotenfehler: Das Aufschwingen des Modells und die Längsachse in Bodennähe, da man die Ausgleichskommandos zu hastig gibt, das Einhängen der Tragfläche am Boden bei zu schiefem Aufsetzen und das Abkippen in zu engen Kurven.


Rudercheck
Die Harrierlandung ist auch bei sauberer Ausführung mit einem ordentlichen Bums verbunden, die Zelle der AJ-Extra hält das zwar aus, die Belastung ist aber schon recht grenzwertig. Machen sie daher vor jedem Start nach einer Harrierlandung einen Rudercheck, rütteln sie einmal kurz am Fahrwerk und schütteln sie das gesamte Modell. So können sie bei der Landung entstandene Schäden noch vor dem Start erkennen.

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