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4 Rollenflug

4.1 Rollfiguren

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Figuren als Vorbereitung
Vierpunktrolle, Endlosrolle sowie Rollenkreis und Rollenlooping sind isolierte Einzelfiguren, die man auch in Flugprogrammen antrifft. Sie dienen dazu, eine "Vorversion" des Bewegungsschemas für den Rollenflug zu erstellen, welche dann später zum vollständigen Bewegungsschema für den Rollenflug ausgebaut wird.

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4.2 Vierpunktrolle

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Die Vierpunktrolle dient dazu, die Übergänge Flächenflug-Messerflug/Messerflug-Flächenflug zu trainieren und sich an das Steuerschema für die Endlosrolle zu gewöhnen. Saubere Vierpunktrollen sind eigentlich noch ne Ecke schwieriger als saubere Endlosrollen, aber bei den Vierpunktrollen lernen sie das Steuerschema am effektivsten, und daher kommen sie zuerst. Sie müssen die Vierpunktrollen in dieser Phase auch nicht weisnicht wie genau fliegen können, sobald mans eindeutig als gerade Vierpunktrolle erkennen kann ist gut.

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4.3 Endlosrolle

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Wie bei der Vierpunktrolle schon gesagt, die Endlosrolle ist im Prinzip etwas einfacher als die Vierpunktrolle. Hier geht es im Wesentlichen noch darum, die (modellspezifischen!) Ausschläge für die Übergänge ins Gefühl zu bekommen. Auch hier gilt: Je mehr unterschiedliche Modelle sie durch die Endlosrolle bewegt haben, desto schneller können sie das Steuerschema an ein neues Modell anpassen.

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4.4 Rollenkreis

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Nach den geraden Rollen folgen die Kurvenrollen, auch Rollenkreise genannt. Diese Rollenkreise haben mich anfangs zur Verzweiflung gebracht, das wollte jetzt ums Verrecken nicht funktionieren. Irgendwann hats dann bei allen Varianten "klick" gemacht und ich flog Rollenkreise wie wenn ich nie was anderes gemacht hätte. Wenn sie das Gefühl haben, kurzfristig nicht vorwärts zu kommen, dann ist das normal, der Lernfortschritt ist hier wirklich extrem unregelmässig und der Knoten im Kopf anfangs recht hartnäckig.

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4.5 Vertikale Rollen, 45-Grad-Rollen

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Rollen in der Vertikalen sowie Rollen im 45 Grad Steig-/Sinkflug sind elementarer Bestandteil des Aresti-Figurenkataloges und kommen auch häufig in Flugprogrammen vor. Im Prinzip ist das Training dieser Rollen mehr ein Anpassen des Bewegungsschemas der horizontalen Rollen an die neuen Flugrichtungen, allerdings ist es doch schon recht aufwändig und erfordert einiges an Zeit. Erschwerend kommt hier dazu, dass man bei den abwärts zeigenden Flugbahnen nicht endlos Zeit hat, irgendwann kommt einem hier der Boden in die Quere .... Lassen sie sich von dieser Tatsache aber nicht unter Druck setzen, da sie sonst Verkrampfen und mit dem Training nicht wirklich vorwärts kommen. Mit genügend Sicherheitshöhe können sie das Problem soweit entschärfen dass entspanntes und effektives trainieren möglich wird.

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4.6 Rollenlooping

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Der Rollenlooping ist um einiges mühsamer als die Rollenacht. Dies liegt vor allem daran dass man im senkrechten Fall unter Zugzwang steht, in den nächsten Sekunden korrekt zu steuern. Und unter Zugzwang lernt sichs nicht wirklich gut. Interessantenweise kann man, sobald man alle vier Varianten eines Rollenloopings mit einer Rolle in einer Rollrichtung beherrscht problemlos mehrere Rollen in einen Loop platzieren. Das wird zwar anfangs etwas ungenau, aber wirkliche Probleme treten dabei nicht auf.

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4.7 Rollenflug

Der Rollenflug ist, wenn mans so will, die allgemeinste Vorwärtsfluglage, die meisten Aresti-Figuren sind z.B. Spezialfälle dieser Fluglage. Im Rollenflug lernen sie, die Rollbewegung sowie die Flugbahn des Modells geistig zu trennen und aktiv, gleichzeitig und unabhängig voneinander zu steuern.

Von der Figur zur Fluglage
Beim Rollenflugtraining geht es darum, die Vorversion des Bewegungsschemas für den Rollenflug, die sie sich mit Vierpunktrolle, Endlosrolle, Rollenkreis und Rollenlooping angeeignet haben, zum vollständigen Bewegungsschema für den Rollenflug auszubauen.
Beginnen sie daher erst mit dem Rollenflug, wenn sie die Steuerschemen für Vierpunktrolle, Endlosrolle, Rollenkreis und Rollenlooping im Schlaf beherrschen. Alles Andere bringt ausser Frust überhaupt nichts . Wenn sie während dem Rollenflug merken, dass es bei einzelnen Steuerschemen noch hakt, dann gehen sie zurück und holen sie diese Steuerschemen nach.

Automatisieren für Fortgeschrittene

Beim Erlernen des Bauchfluges haben sie sich die Flugbahn anfangs auch aus Geraden und Kurvenstücken zusammengebaut, bei jedem Übergang Kurve-Gerade oder Kurve-Kurve mussten sie aktiv überlegen, die Flugbahn hatte folglich nur entfernt etwas mit dem zu tun was sich sich eigentlich vorgestellt hatten. Immer wenn es darum ging, eine exakte Flugbahn zu fliegen (Landeanflug!) kamen anfangs Panik und Verknüppler.
Im Laufe der Zeit haben sie den Bauchflug immer weiter automatisiert, das exakte Fliegen fiel immer leichter, die das richtige Steuerschema für die Kurven kam je länger je mehr ohne zu überlegen. Mittlerweile ist der Bauchflug für sie so selbstverständlich wie das laufen auf zwei Beinen.

Nach dem Bauchflug haben sie das gleiche mit Rücken- und Messerflug sowie dem Harrier und dem Hovern/Torquen gemacht, je nach Trainingsaufwand gehen gewisse dieser Fluglagen noch nicht ganz intuitiv, aber doch sehr ordentlich.

Genau dieses Automatisieren machen sie jetzt beim Rollenflug auch. Die Grundelemente (horizontale und vertikale Geraden sowie horizontale und vertikale Kreisbögen) haben sie, anfangs werden sie diese aktiv zusammensetzen und den Rollenflug dann schritt für Schritt automatisieren.

Die Schwierigkeit bei der Sache besteht darin, dass der Rollenflug im Vergleich zu den bisherigen Fluglagen brutal schwer ist, da sich hier Höhen- und Seitenruderwirkung ständig ändern und auch die Orientierung und das Vorstellen der Fluglage hier wesentlich schwerer fallen. Ihr Gehirn wird sich hier mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Automatisierung wehren, diese Gegenwehr hat bei mir meine schlimmsten Befürchtungen weit übertroffen.

Der Weg, der bei mir schliesslich zum Erfolg führte war das systematische "Niederknüppeln" dieser Gegenwehr mittels gezielten und geometrisch streng aufgebauten Übungen. Mit diesem systematischen Training konnte ich mein Gehirn quasi überrumpeln und den Widerstand brechen. Wieweit sie die Trennung von Rollbewegung und Flugbahn effektiv zustande bringen hängt von ihren motorischen Fähigkeiten und ihrer aufgewendeten Trainingszeit ab. Ich denke, in 10 Jahren werde ich ihnen sagen können inwieweit ich diese Trennung geschafft habe :-)

Schnulzenflug
Rollenflug zu einer langsamen, fliessend gesungenen Schnulze ist wunderbar zum abschalten (Ok, die Schnulze muss ihnen natürlich gefallen, sonst regt sie nur auf ;-)). Wenn sie den Rollenflug ohne zu Überlegen im Griff haben dann stellt sich bei ganz langsamen Rollen (10 Sekunden/Rolle) ein wunderschönes, schwereloses Gefühl im Bauch ein.

Schwierigkeitsgrad
Der Rollenflug ist um Faktoren anspruchsvoller als der Flächenflug, bei mir war die Trainingszeit für den Rollenflug um Faktor 5 höher als für den Flächenflug (!). Im Flächenflug kann man kurz mal die Knüppel stehen lassen und die Maschine fliegt von selber weiter, im Rollenflug muss man ständig hebeln, sprich das Bewegungszentrum muss andauernd mit Befehlen um sich werfen, damit das Modell nicht vom Himmel fällt. Anfangs ist das für ihren Kopf enorm belastend.

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4.8 Ebene Rollenacht, ebene Rollenkette, räumliche Rollenacht, räumliche Rollenkette, das Kleeblatt, das Maul, Schlaufen, Schrauben

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Diese Übungen dienen im Wesentlichen dazu, Rollenkreise und Rollenloopings sowie die Übergänge zwischen den einzelnen Rollenkreisen/Rollenloopings zu trainieren. Rollenflug im eigentlichen Sinne ist das noch nicht, obwohl sich während dem Training bereits erste "Auflöseerscheinungen" der Steuerschemen bemerkbar machen können.

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4.9 Ebene Einheitsschlaufe, räumliche Einheitsschlaufe.

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Jetzt gehts ans Eingemachte, mit der ebenen und der räumlichen Einheitsschlaufe lösen sie die Steuerschemen von Rollenkreisen und geraden Rollen auf. Ihr Gehirn wird sich wie schon angekündigt heftigst wehren, aber wenn sie hartnäckig bleiben dann schaffen sie das.

Die niedrige Rollrate am Anfang gibt ihnen die Möglichkeit, aktiv an einzelnen Ruderkommandos herumzuüberlegen. Weiterhin erschweren sie es ihrem Gehirn so, das Modell innert einigen Metern in eine für die Wende günstige Lage zu drehen.

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