
3 Räumliche Fluglagen
3.1 Verkehrte ebene Fluglagen (Simulator)
Die Idee
Als allererstes haben sie die Ebenen Fluglagen erlernt. Die Höhenänderungen dabei waren gering, steig- und Sinkwinkel über 20 Grad eher selten. Der darauffolgende Harrier entspricht im Prinzip dem schrägen Steigflug ohne Steigen, das Hovern dem senkrechten Steigflug ohne Steigen und die Torque-Rolle der senkrechten Rolle ohne Steigen. Mit den üblichen 3D-Fluglagen haben sie also die Steuerschemen für die vertikalen Fluglagen von unten nach oben gleich mitgelernt.
Was ihnen jetzt noch fehlt sind die vertikalen Fluglagen von oben nach unten, also schräge und senkrechte Sinkflüge. Diese können sie entweder live trainieren, indem sie senkrecht sinken, oder sie können den gleichen Trick anwenden wie bei den vertikalen Fluglagen von oben nach unten. Dies erreichen sie dadurch dass sie die Schwerkraft nach oben wirken lassen, so dass sie das senkrechte Sinken bequem im "stehen" trainieren können.
Trainingsmethoden
Für den senkrechten Sinkflug benötigen sie im Wesentlichen das verkehrte Hovern/Torquen sowie den verkehrten Harrier.
Ich selbst habe direkt mit dem Hovern/Torquen losgelegt und bin dabei ziemlich schnell gegen Wände gelaufen. Irgendwann habe ich dann eingesehen das ich mich via Harrier hocharbeiten muss. Der Harrier ging aber genausowenig, und irgendwann dämmerte mir dass ich bei den verkehrten Fluglagen noch mal ganz von vorne anfangen musste. Das Programm ist folglich exakt das Gleiche wie bei den normalen Fluglagen, nur dass es hier erheblich schneller geht, da man keine neuen Bewegungsmuster mehr erlernen muss sondern lediglich Steuerfunktionen umpolen darf.
| Nach dem senkrechten Sturzflug müssen sie jeweils wieder rauf, das kostet Zeit, nervt und unterbricht den Trainingsfluss. | |
| Eine senkrechte Sturzflugpassage dauert nicht allzu lange, auf jeden Fall viel zu kurz um gescheit trainieren zu können. | |
| Am unteren Ende kommt der Boden nahe, sie kommen unter Zugzwang und Lernen unter Zugzwang ist so ziemlich das Mühsamste was sie sich antun können. | |
| Unterdimensionierte Elektroantriebe lösen sich während des ersten derartigen Trainingsblocks in Rauch auf... | |
| Die Flugzeiten pro Akkuladung/Tankfüllung gehen massiv zurück, die Sprit-/Akkukosten steigen dagegen ordentlich an. |
Die verkehrten Fluglagen in echt werden allerdings auch schwierig, die Schwerkraft wehrt sich gegen das Umdrehen
. Man kann natürlich beim normalen Fliegen einfach den Kopf runter halten (am ehesten zwischen den Beinen durch) aber dabei steigt einem das Blut noch schneller in den Kopf als beim normalen Rückenflugtraining. Ganz abgesehen davon das sie damit wohl einige Spaziergänger irritieren und ihren Modellflugversicherungs-Vertreter zur Verzweiflung bringen würden
.
Eleganter geht es mit Brillen, die oben und unten vertauschen, dann muss man sich aber ans Lehrer-Schüler-Kabel nehmen lassen, weil man nach dem Kontrollverlust garantiert nicht auf die Idee kommt sich die Brille abzunehmen
.
Schwierigkeitsgrad
Analog zu den "normalen" Fluglagen.
3.2 Vertikale Fluglagen
Zur $Übungsbeschreibung
Im Vertikalen Flug mussten wir uns ja notgedrungen neue Fluglagen definieren. Und diese werden jetzt im senkrechten Steigflug wie im Sinkflug abgearbeitet. Dieser Trainingsabschnitt kostet enorm Abtriebsenergie, ihre Akkus werden wesentlich früher leer sein als sonst, auch die Gefahr, dass ihnen der Antrieb abraucht, ist jetzt da.
Aber eben, die Sache ist nötig, das Bewegungsmuster im senkrechten Sinkflug gehört zu den Grundlagen für alles Weitere.
3.3 Flächenfluglooping
Zur Übungsbeschreibung.
Hauptziel beim Flächenlooping ist es, als Vorbereitung für den Rollenlooping das Gas und das Höhenruder in die Passive zu bekommen. Ist das Gas noch in der Aktiven ist der Rollenlooping (welcher fürs Training constant-speed verlangt und bei dem Höhen- und Seitenruderkoordination anfangs die gesamte motorische Leistung des Piloten beanspruchen) nicht vernünftig trainierbar.
3.4 Messerfluglooping
Zur Übungsbeschreibung.
Der Messerfluglooping ist um einiges kniffliger als der Flächenlooping, da die meisten Modellkunstflugzeuge im Messerflug nicht ganz sauber fliegen. Auch der Messerfluglooping dient hier in erster Linie als Vorbereitung für den Rollenlooping, da im Rollenlooping immer wieder Messeflugelemente drin sind.
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Fabian Günther