
5 Weitere Änderungen
Die AJ-Extra ist im Originalzustand gut durchdacht, fliegt wie sie soll und ist auch allen Belastungen im normalen Modellflugalltag problemlos gewachsen. Die im folgenden Modifikationen sind aufgrund meines zu schwachen Antriebes (Massnahmen zur Massenreduktion), meiner Transportsituation (ich fahre mit dem ÖV), meiner grauenhaften Landebahn und eine wegen selbstverschuldetem Absturz zerbröselten Motorträger (neuer Motorträger) entstanden, und nicht etwa weil die Kiste im Originalzustand nichts taugen würde
.
Den Erfolg der Modifikationen habe ich mit Symbolen gekennzeichnet.
Hat bis zum letzten Update dieser Seite zufriedenstellend funktioniert.
Funktioniert zwar, hat aber noch starkes Verbesserungspotential
Hat nicht Funktioniert, habe ich nach Möglichkeit wieder rückgängig gemacht/geändert.
5.1 Massen
26.12.2006 Ich habe die Einzelteile nachträglich mit einer Feinwaage gewogen. Leider ist diese Waage wenige Wochen später ausgestiegen und aufgrund von Differenzen beim Nachträglichen wiegen muss ich davon ausgehen, dass die Waage schon damals nicht ganz in Ordnung war und daher die ermittelten Massen nicht stimmen. Für diese Wiegeaktion habe ich das Modell nochmal komplett zerlegt und dabei gleich die Einzelteile fotografiert.
Modell Komplett| Die Querruderservos samt Anlenkungen | Der Antrieb | Spinner |
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| Akku, Prop und Steckungsrohr | Seitenruderanlenkung | Empfänger mit Schaumstoff und das V-Kabel für die Querruderservos |
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| Das Hauptfahrwerk | Höhenruderanlenkung und Sporn | |
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5.2 Turbulatoren ![[-]](icns/nok.jpg)
25.12.2006 Ab dem Zweitflug hatte ich Turbulatoren in Form von mit der Zackenschere ausgeschnittenem Gewebeband im äussersten Drittel der Tragflächen montiert, jeweils an der Stelle des Holms oben und unten.
Die erhoffte Wirkung, nämlich das Abmindern des Abkippens beim Strömungsabriss in der Kurve trat auch ein, die Nebenwirkungen waren aber sehr unschön, wie sich nach dem Entfernen dieser Turbulatoren herausstellte:
Jegliche Anzeichen für einen drohenden Strömungsabriss (Weichwerden auf dem Querruder, leichtes Pendeln um die Längsachse) waren mit Turbulatoren für einen Umsteiger wie mich nicht mehr wahrnehmbar.
Das Durchsacken nach dem Strömungsabriss liess sich mit Turbulatoren deutlich schlechter beenden, der Höhenverlust war beträchtlich und ich hatte Mühe zu erkennen, wann sich die Strömung wieder ganz angelegt hatte. Speziell in den Kurven liess sich der Sackflug teilweise nur noch durch 10m senkrechten Sturzflug beenden.
Der Strömungsabriss selber war für mich kaum spürbar, ich merkte es jeweils erst als auf das Höhenruderkommando kein Steigen folgte...
Nachdem die Zackenbänder wieder weg waren stellte sich ein (meiner Meinung nach) äusserst erfreuliches Abreissverhalten ein:
Beim Langsammachen im Geradeausflug werden die Querruder weich, das Modell pendelt leicht um die Längsachse und sackt nach dem (spürbaren) Strömungsabriss kontrolliert durch. Dieses Durchsacken ist problemlos mit neutralisieren des Höhenruders und 3m 45-Grad Sinkflug zu beenden.
Beim Langsammachen in Kurven ohne oder mit ganz wenig Seitenruder (und entsprechender Schräglage) kippt das Modell bei nicht zu engen Rechtskurven wieder in die Horizontale zurück, bei (engen) Linkskurven folgt ein langsames Abkippen über eine Fläche, was sich jedoch spätestens nach einer 90 Grad-Drehung stoppen lässt.
Beim Langssammachen in flachen Kurven mit viel Seitenruder und ordentlich Höhenruder folgt ein schnelles Abkippen über die kurveninnere Fläche, neutralisiert man während des Abkippens alle Ruder geht das Modell in einen senkrechten Sturzflug über und ist nach 10m wieder unter Kontrolle.
5.3 Rumpfdeckelverschluss ![[-]](icns/ok2.jpg)
01.01.2007 Die Bauanleitung sieht vor, den Rumpfdeckel entweder mittels durch die Sperrholzlaschen geschobenem Stahldraht oder mittels Magneten zu sichern. Die Methode mit dem Stahldraht birgt die Gefahr den Draht zu verlieren oder zu vergessen, die Sache mit den Magneten erschien mir gerade bei gerissenen Figuren etwas instabil. So liess ich die Sache erstmal offen und befestigte die Haube vorübergehend mit Klebeband.
Bei der dritten Akkuladung verabschiedete sich die Haube im Flug und ich beschloss, einen von den Seglern her bekannten und bewährten Deckelverschluss mittels Feder und Bolzen einzubauen (Das grosse Loch und der Riss im Rumpfrücken im Bereich des Querbolzens entstand beim bisher einzigen Absturz, bei dem der Rumpfdeckel den gesamten Verschluss rausgerissen hatte).
Dieser Verschluss funktioniert tadellos, ist schnell geöffnet und verschlossen, man muss nicht mehr mit Klebeband rumfummeln und kann auch keine Teile mehr verlieren oder vergessen.
5.4 Grössere Räder ![[-]](icns/nok.jpg)
13.01.2007 Meine Landeflächen sind einerseits die Spielfläche eines Hornusserclubs und andererseits ein überwachsener Feldweg. Beide Flächen sind übelst holprig, bestehen eigentlich nur aus Schlaglöchern und speziell der Feldweg hat sich als regelrechter Fahrwerkskiller herausgestellt
.
Mit dem Versuch, mit grösseren Rädern doch noch irgendwie auf diesen Flächen zu landen begann meine Fahrwerk-Odyssee. Als erstes versuchte ich es mit dem Original-Fahrwerk und 90mm-Moosgummirädern. Diese erfüllen zwar ihre Aufgabe, sind aber mit 30g/Stück recht schwer und lassen das Modell eher nach Spielzeugflieger aussehen. Aber immerhin, ich konnte so zumindest auf dem Hornusserfeld einigermassen landen.
5.5 Neuer Rumpfdeckel ![[-]](icns/ok2.jpg)
25.01.2007 Der originale Rumpfdeckel wog mit Cockpitausbau 90g, ohne Cockpitausbau 80g und war eigentlich viel zu stabil gebaut. Also schnitzte ich mir aus 1mm Balsa und Depron einen neuen, später laminierte ich in der originalen Haube eine leichtere GFK-Haube und behandelte sie mit Rauchspray. Der neue Deckel wiegt jetzt nur noch 45g. Will man noch leichter gehen, dann kann man ihn z.B. komplett aus Depron tiefziehen, ich bin mit dem momentanen Resultat aber sehr zufrieden.
5.6 Fahrwerkshalterung ![[-]](icns/nok.jpg)
27.01.2007 Das (verlängerte) original-Fahrwerk hielt den Belastungen der Hornusser-Landewiese auf Dauer nicht stand, bei einem etwas härteren Aufsetzen brach ein Fahrwerksbein leicht nach oben weg. Da die Montage des Fahrwerks eh auf Dauer recht fummelig war beschloss ich , das Fahrwerk auf der Unterseite anzubringen, einerseits besser zugänglich, andererseits mit einem durchgehenden Bügel auch stabiler.
5.7 Ski ![[-]](icns/ok2.jpg)
28.01.2007 In diesem Winter hatten wir immerhin 2 Tage vernünftig Schnee, und die nutzte ich mit selbstgestrickten Skiern aus. Das Fahrverhalten mit diesen Ski ist hervorragend, das Flugverhalten hat sich gegenüber vorher nur leicht verändert, der Stirnwiderstand ist höher (mehr Gas im Horizontalflug nötig) und man muss leicht auf Tiefe trimmen, da die Angestellten Ski wie ein ausgeschlagenes Höhenruder wirken.
Den Aufbau der Ski habe ich hier, genauer beschrieben.
5.8 Neuer Fahrwerksbügel ![[-]](icns/ok2.jpg)
03.02.2007 Eine Woche später laminierte ich mir dann einen neuen, durchgehenden Fahrwerksbügel aus GFK, um die ewige Schrauberei mit diversen Verlängerungen endlich los zu sein. Da ich keine Möglichkeit zum Lackieren habe habe ich den Bügel mit Oracover bespannt. Sofern man sich vorher mit Spachteln und Schleifen etwas Mühe gibt wird das Ergebnis sehr ansprechend, ich habe diese Zeit nicht investiert, entsprechend ist mein Bügel etwas faltig geworden
.
5.9 Neuer Fahrwerksspant ![[-]](icns/ok2.jpg)
10.02.2007 Landungen auf dem Hornusserfeld hielt das Fahrwerk aus, Landungen auf dem Feldweg (das Gras war damals kürzer als auf dem Foto) allerdings nicht. Bei der vierten Landung verabschiedete sich der Fahrwerksspant. Beim neuen Fahrwerksspant habe ich dann gleich Nägel mit Köpfen gemacht und eine stabile und Variante aus 4mm Flugzeugsperrholz eingebaut. Die Stabilität kommt dabei hauptsächlich aus der Geometrie, der neue Fahrwerksspant ist sogar noch etwas leichter als der Alte.
Der Fahrwerksbügel wird mit zwei M4-Schrauben von unten an den Spant geschraubt. Zwischen Fahrwerksbügel und Fahrwerksbrett und zwischen Schrauben und Fahrwerksbügel habe ich 2mm Moosgummiplatten gelegt, so kann der Bügel bis zu 50mm nach hinten federn und die Spannungsspitzen in der Fahrwerkshalterung bei Schlägen von der Piste werden um Faktoren reduziert. Mit diesem Fahrwerk kann ich mit 45mm-Rädern und Radschuhen sicher auf Asphalt oder gemähtem Rasen landen, mit den 90mm-Rädern gehts auch auf holperigem Untergrund.
5.10 Geteiltes HLW ![[-]](icns/neutral.jpg)
18.03.2007 Die aufgrund des fixen HLW riesige Transportkiste war auf Dauer nicht so das gelbe vom Ei, ein teilbares HLW musste her. Der Umbau ging erstaunlich zügig und war an einem Abend erledigt. Gesteckt wird das HLW über einen 8x6mm CFK-Stab (ok, vielleicht etwas überdimensioniert, aber ich mags nicht wenn mir beim ersten Abschwung das HLW davonfliegt
), vorne wird es mit zwei 3mm CFK-Stiften gegen Verdrehen gesichert. Das HLW-Servo wanderte nach vorne, die Anlenkung habe ich über ein 4x2mm CFK-Schubrohr realisiert.
Die HLW-Anlenkung habe ich am 09.12.2007 weiter verbessert.
5.11 Styroporräder ![[-]](icns/nok.jpg)
19.03.2007 Die 90mm-Moosgummiräder waren mit 30g/Stück auf Dauer zu schwer, daher habe ich mir 90mm-Räder aus Styropor gebaut. Als Achse fungiert ein 5x4mm Messingrohr, 1.5mm-Sperrholzscheiben dienen zur Krafteinleitung ins Styropor. Der "Belag" der Räder besteht aus Strapping-Tape. Ein Rad wiegt dabei ca. 14g. Für Landungen im Holprigen Gelände sowie für Harrierlandungen eignen sich diese Räder prächtig, auf kurzem Rasen und vor allem auf Asphalt ists ein elendes Gerappel und Gerüttel, da zumindest meine Räder nicht ganz rund sind.
5.12 Stummelfahrwerk und Klappropeller ![[-]](icns/nok.jpg)
07.04.2007 Das Stummelfahrwerk war der letzte Versuch, doch noch irgendwie auf dem Feldweg zu landen. Direkt auf dem Bauch kann ich nicht landen, da der Bauch der AJ-Extra nur aus einem folienbespannten Holzgerüst besteht. Daher habe ich habe ich ein Stummelfahrwerk aus einem Alubügel mit 90mm Moosgummirädern gebaut. In Verbindung mit einem 14-Zoll Aeronaut-Klappropeller und einem festen Sporn aus Alu oder GFK (der ist nötig, ein Spornrad würde sich dauernd im langen Gras verhaken) kann man das Modell damit im Prinzip überall landen wo man auch einen Segler landen kann.
Das Mittelstück des Aeronaut-Klapppropellers lässt sich problemlos auf den Propellerhalter des Apache-Motors montieren, man muss sich lediglich aus einem 8/6mm-Alurohr noch eine Hülse schnitzen, da das Mittelstück eine 8mm-Bohrung und der Motor einen 6mm-Mitnehmer hat. Der 4mm Sperrholzring dient als Distanzstück, da der Klapppropeller im Vergleich um Starren nach Hinten etwas mehr Platz braucht.
Die Propellerblätter sitzen recht stramm im Mittelstück, zwar immer noch so beweglich dass sie sich durch die Fliehkraft sauber ausrichten aber fest genug dass sie bei stehendem Motor nicht einklappen (die Motorhaube dankts
).
Diese Fahrwerksvariante hat jedoch ihre Tücken. Bei gleichmässigem Bewuchs geht die Sache ganz gut, schauen jedoch grössere Grasbüschel aus der Wiese hängen die Tragflächen dort irgendwann ein, was meistens eine Beschädigung der Tragflächenaufnahme im Rumpf zur Folge hat.
Weiter muss der Fahrwerksbügel auf beiden Seiten unbedingt einige Zentimeter überstehen, damit das Fahrwerk federn kann, Landungen mit ungefedertem Fahrwerk hält der Rumpf und vor allem der Motorträger auf Dauer nicht aus und knickt irgendwann weg.
Diese Fahrwerksvariante habe ich nach einem dieser "Abnicker" wieder verworfen, sie funktioniert zwar, aber die Opfer die das Modell bringen muss sind auf Dauer zu hoch. Auf dem Feldweg lande ich jetzt mit dem normalen Fahrwerk und den 90mm-Rädern im Harrier, das geht problemlos, man muss nur dafür sorgen dass einem der Akku im Flug nicht aufgibt.
Nach der Montage des Stummelfahrwerks habe ich auch noch gleich einen fixen Sporn montiert da der Radsporn ständig im Gras hängen blieb.
5.13 Neue Querruderservoposition ![[-]](icns/ok2.jpg)
21.04.2007 Die quer eingebauten Querruderservos waren mir eigentlich schon von Anfang an suspekt, aber ich habe mir dann gedacht, wenns auf allen Videos so funktioniert dann hälts wohl. Nach heftigem Tragflächenflattern im senkrechten Sturzflug (minimal Gas, so dass der Propeller ordentlich bremst) habe ich meine Meinung geändert und die Servos liegend und längs eingebaut.
Im Nachhinein gesehen lag das Tragflächenflattern wohl eher am Steckungsrohr, welches etwas in der Aufnahme etwas Spiel hatte, aber allein der Steifigkeitsgewinn war die neue Querruderanlenkung wert, ich durfte nach dem Umbau das Expo um 15 Prozent hochschrauben, weil die Maschine deutlich direkter aufs Querruder reagierte.
5.14 Neue Motorhalterung ![[-]](icns/ok2.jpg)
22.04.2007 Nach dem Querruderservoumbau habe ich es effektiv geschafft, bei vier (!) Ruderchecks nicht zu merken dass die Querruder falsch rum liefen. Gemerkt habe ichs dann im Flug in 10m Höhe... Die Schäden hielten sich (trotz senkrechtem Einschlag) in Grenzen, sie Motorhalterung war pulverisiert, die Haube sah aus wie ein zerknülltes blatt Papier und die Steckung der rechten Tragfläche war angeknackst. Die Haube liess sich zu meinem Erstaunen wieder "ausbeulen", bis auf einige Schrammen in der Deckschicht ist sie noch heile. Die Steckung konnte ich auch problemlos wieder reparieren. Den Motordom baute ich gleich auf Frontmontage um (hatte ich schon länger vorgehabt).
5.15 Neues HR-Servobrett ![[-]](icns/ok2.jpg)
31.04.2007 Meiner eigenen Befestigung des HR-Servos mit UHU-Por traute ich auf Dauer nicht über den Weg, daher bekam das HR-Servo ein eigenes Brett, welches auch noch gerade den Empfänger aufnimmt.
5.16 Akkuhalterung ![[-]](icns/nok.jpg)
Die Akkuhalterung mit Klettband funktionierte zwar, der Akkuwechsel war aber jedes Mal eine ziemliche Fummelei. Bei der neuen Akkuhalterung wird der Akku mittels zwei 3mm CFK-Stangen vorne eingesteckt und hinten mit einem Messingbolzen (Alu war grad keins da...)und einer Klemme aus dem RC-Car-Bereich fixiert. Damit geht der Akkuwechsel schnell und stressfrei und der Akku hängt direkt im kühlenden Luftstrom.
Die Nachteile dieser Methode waren das fixe Gerüst am Akku (sperriger) und die Tatsache, dass man den Akku jetzt kaum noch für andere Modelle einsetzen konnte, da mit dem Gerüst in einem anderen Modell der Schwerpunkt nicht gepasst hätte. Ich bin daher nach einiger Zeit wieder auf die universellere Klettbandmethode umgestiegen.
5.17 Radschuhe ![[-]](icns/ok2.jpg)
28.05.07 Die Motorleistung ist mit dem 15x8er Prop für 3D immer noch grenzwertig, es geht zwar, aber man muss verdammt aufpassen, da man bei einem Verknüppler nur langsam nach oben weg kommt. Bei solch einem Antrieb spürt man jedes Gramm, so auch die Original-Radschuhe, mit 17g/Stück nicht gerade die leichtesten. Die neuen Radschuhe sind aus folienbespanntem Depron, mit 5g/Stück schön leicht, aus 3m Entfernung sehen sie ganz ordentlich aus und im Flug muss man wissen dass es "eckige" Radschuhe sind, sonst sieht man das nicht
.
5.18 Gedämpfte Motoraufhängung ![[-]](icns/ok2.jpg)
02.06.07 Bei Vollgas im Stand sowie im Geradeausflug war mit der starren Motorbefestigung praktisch kein Dröhnen der Zelle feststellbar, sobald der Propeller aber schief angeströmt wurde (Messerflug, Harrier) oder grosse Kreiselkräfte wirkten (Gerissene Rollen, Überschläge etc.) dröhnte die gesamte Zelle extrem laut. Dieses Dröhnen konnte ich durch eine Motoraufhängung mittels Gummielementen (aufgeschnittene Servogummitüllen) fast vollständig beseitigen, auch das Betriebsgeräusch im Geradeausflug wurde nochmals leiser. Das Rauschen des Baches 20m neben meinem Fluggelände ist mittlerweile lauter als das Modell in 30m Entfernung
.
5.19 Schaumstoffräder ![[-]](icns/neutral.jpg)
21.09.07 Sie kennen vielleicht diese 1.5m langen Kunstschaumschläuche mit 7cm Durchmesser (auch Badenudeln genannt), mit denen die Kids jeweils im Schwimmbad spielen. Der verwendete PE-Schaum ist sehr leicht, robust, formstabil und federt hervorragend. Also das ideale Material für Räder für die Harrierlandung. Die Nabe besteht aus einem 20mm Rundholz, das Rad aus einem 30mm Stück dieses Kunststoffschlauches mit einem 16mm Loch in der Mitte. Um zu verhindern dass der Reifen von der Felge rutscht habe ich beidseitig 1mm Sperrholzplatten an die Felge geschraubt. Ein derartiges Rad wiegt zwischen 8 un 9 Gramm. Die Einzige Schwierigkeit beim Bau besteht darin die Löcher in Reifen und Nabe mittig hinzubekommen, bei der Harrierlandung interessiert ein solcher Versatz nicht heftig, beim Rollen auf Asphalt kann sich das ganze Modell dadurch jedoch aufschwingen.
Die Nabe ist im Durchmesser noch zu gering, im Dauerbetrieb reisst der Schaumstoff im Nabenbereich ein. mit einer 30mm Balsanabe sollte das dann aber passen.
5.20 Abnehmbares Seitenruder ![[-]](icns/neutral.jpg)
30.09.07 Mit Seitenruder ist die AJ-Extra in der Transportkiste nicht so dolle zu transportieren, da jeder Stoss in Richtung Seitenruder voll auf die Scharniere durchschlägt. Die Lösung ist ein abnehmbares Seitenruder, angeschlagen mit Stiftscharnieren und einem durchgehenden 0.8mm Stahldraht als Achse. Der Seilzug ist mit Haken im Ruderhorn eingehängt, durch das Drehbare Ruderhorn klappt das auch ganz hervorragend. Zum Lösen der Anlenkung muss man dann lediglich vorne beim Servo eine Seite des Stahldrahtes 2cm weiter nach hinten stellen.
Das Einhängen des Stahldrahtes ist eine ziemlich fummelige Angelegenheit, hier wäre ein dickerer, angespitzer GFK- oder CFK-Stab mit entsprechenden Scharnieren sicher besser.
Die Methode mit den Haken funktioniert soweit, allerdings brauche ich bei Gelegenheit mal eine gescheite "Quetschzange", momentan ist die Optik meiner Quetschhülsen doch eher bescheiden (die Schweinerei mit dem Klebeband beim Sporn habe ich übrigens mittlerweile beseitigt
).
Das ständige Auf- und Zuschrauben der Spannschraube am Seitenruderservo zur Montage/Demontage der Anlenkungshaken ist eine elende Fummelei, hier muss auf dauer eine gescheite Spannmöglichkeit direkt hinter dem Servo in die Steuerleine.
5.21 Fahrwerkplatten ![[-]](icns/ok2.jpg)
03.11.2007 Nach einem Tipp aus dem RcLine-Forum habe ich hinten an den Fahrwerksbügel 3mm Depronplatten angeklebt. Die Messerflugeigenschaften der AJ-Extra verbesserten sich dadurch massiv, gegenüber vorher benötigte ich jeweils nur noch den halben Seitenruderausschlag zum Messern, ein "Aufstellen" aus dem Messerflug via Messerharrier ins Hovern funktioniert jetzt problemlos, vorher war das schlicht nicht möglich. Der Rollenharrier gelingt ebenfalls wesentlich einfacher und runder, in langsamen Flächenflug-Kurven wird jetzt aber etwas Seitenruder benötigt, da das Heck sonst zu heftig in die Kurve reinhängt.
5.22 Big Bang
03.11.2007 Bis zu diesem Tag war ich fest überzeugt ein wegfliegender Rumpfdeckel könne eigentlich nicht allzu viel anrichten. Beim Aufbauen der AJ-Extra riss mir dann der Rumpfdeckelverschluss ab (Altersschwäche
). Ich fixierte den Rumpfdeckel notdürftig mit Klebeband und startete. Im Messerflug flog mir dann der Rumpfdeckel ab, verhakte sich mit einer Querstrebe zwischen Dämpfungsflosse und Ausgleichsfläche des ausgeschlagenen Seitenruders und deckte Höhenruder und Seitenruder soweit ab dass zumindest das Höhenruder trotz Vollausschlag keinerlei Ruderwirkung mehr zeigte. Der Rumpfdeckel selber hatte leichte Tiefenruderwirkung, die AJ-Extra bohrte sich aus 15m senkrecht in die Wiese.
Der Schaden war innerhalb von 12 Baustunden wieder behoben, der Rumpf ist jetzt sogar wieder gerade
(vorher war er von der letzten Reparatur her noch leicht schief).
Ich weiss jetzt was ein wegfliegender Rumpfdeckel anrichten kann, meine Rumpfdeckelverschlüsse werde ich in Zukunft deutlich massiver Bauen. Und Magnete zur Haubenbefestigung kommen mir so schnell sicher nicht ins Haus
.
5.23 Schneedichtungen ![[-]](icns/ok2.jpg)
15.11.2007 15cm Neuschnee, strahlend blauer Himmel, kräftiger Westwind und ich mit der AJ-Extra draussen am "Skifahren". Je länger der Flug (Landen, Skifahren, Abheben, Landen, Skifahren etc.) dauerte, desto seltsamer flog die Extra, sie klebte förmlich am Himmel und reagierte immer direkter auf das Höhenruder. Die andauernd nötigen Höhenruderkorrekturen (drücken im Bauchflug und leichtes Ziehen(!) im Rückenflug) bemerkte ich wegen dem starken Wind nicht. Zurück im Bastelkeller stellte ich dann fest, dass die AJ-Extra beim Fahren auf dem Boden durch die hintere Rumföffnung ca. einen Quadratdezimeter Schnee "gefressen" hatte. Der Schwerpunkt lag mit Schnee bei 11.2 - 11.5cm, sonst fliege ich jeweils mit einem Schwerpunkt von 10cm...
Um solche Aktionen in Zukunft zu verhindern habe ich ein Lüftungsgitter-Provisorium aus Pappe über der hinteren Rumpföffnung montiert. Weiter habe ich die vorderen Rumpföffnungen mit Fliegengitter verkleidet, so kommt auch von Vorne nichts gröberes mehr rein.
5.24 HR-Anlenkung ![[-]](icns/ok2.jpg)
09.12.2007 Die alte Anlenkung mittels Schubstange und fixen Hebeln aus 2mm CFK funktionierte grundsätzlich, allerdings war der Widerstand bei grossen Ausschlägen recht gross und das Einhängen der Gabelköpfe war jedes mal ein ziemlicher Kraftakt (ganz abgesehen davon dass Gabelköpfe nicht für andauerndes Auf- und Zubiegen gedacht sind).
Die Lösung besteht aus einem zusätzlichen Gelenk zwischen 4mm Schubstange und 2mm CFK-Hebeln (Gabelkopf, hier kann man auch gleich die Längenjustage vornehmen) und einem Federverschluss hinten am Ruderhorn. Zum Öffnen des Verschlusses wird die Aluplatte nach hinten geschoben und der Anlenkdraht aus dem Ruderhorn gefädelt, im Betriebszustand drückt eine Feder die Aluplatte nach vorne, so dass sich der Anlenkdraht nicht von selbst aus dem Ruderhorn lösen kann. An- und Abstecken der HR-Anlenkung ist damit eine Sache von Sekunden.
5.25 Flächenschutztaschen ![[-]](icns/ok2.jpg)
15.02.2008 Für die Tragflächen, die Höhenleitwerkshälften und das Seitenruder habe ich (mit einem Jahr Verspätung
) Schutztaschen angefertigt. Die Taschen bestehen aus einer Alubeschichteten Schaumstoffolie, die man normalerweise als Sonnenschutz über Autoscheiben legt. Die Ränder habe ich mit Gewebe-Klebeband verklebt.
5.26 Bremsplatten ![[-]](icns/nok.jpg)
18.04.2008 Aufgrund eines Threads
im RcNetwork-Forum habe ich an die AJ-Extra probeweise Bremsplatten montiert. Das resultierende Flugverhalten bei Wind war das eines motorisierten Backsteins, gepaart mit einem seltsamen Eigenleben um die Längsachse. Bei anderen Funktionieren diese Dinger scheinbar wunderbar, ich habe sie nach einem Testflug wieder entfernt
.
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Fabian Günther