
2 Material
2.1 Benötigtes Werkzeug/Mobiliar
Einen Tisch mit einer mind. 100x50cm grossen Unterlage, auf der mit einem Teppichmesser geschnitten werden darf.
Teppichmesser (Japanmesser)
kleines Lineal
grosses Stahllineal
Kombizange
CD
Laubsäge
Schere
Nadel
2.2 Benötigtes Material
Bleistift+ Anspitzer
Wasserfeste Filzstifte
UHU-Por
Krep-Klebeband
Tesa-Film
3mm dickes Depron. Dieses Material ist u.A. in Baumärkten in 120x80cm-Platten erhältlich und wird normalerweise als Trittschalldämmung unter Parkettboden verwendet. Bitte kaufen sie nur original Depron (erkennbar am hellgrünen Depron-Aufdruck entlang der Mittellinie der Platten), andere Fabrikate (z.B. Selitron) sind zu weich! Bezugsquelle in Bern: Pewi-Modellbau .
Ev. 6mm dickes Depron. Im Prinzip kann man auch zwei 3mm Depronstücke aufeinander kleben, 6mm Depron ist aber praktischer. Bezugsquelle in Bern: Pewi-Modellbau.
Buchenrundstäbe 8mm Durchmesser. Gibts im Baumarkt, im Modellbaugeschäft oder im Drachenladen. Bezugsquelle in Bern: Pewi-Modellbau.
Kohlefaserstab 2mm Durchmesser. Gibts im Drachenladen. Bezugsquelle in Bern: Drache-Näscht.
Trimmgewichte (z.B. M6-Schrauben)
1.5mm Edelstahldraht. Gibts im Baumarkt oder im Modellbaugeschäft. Bezugsquelle in Bern: Pewi-Modellbau.
Nylonschnur. Die Günstigste, 10kg Zugkraft reichen vollauf. Gibts im Drachenladen. Bezugsquelle in Bern: Drache-Näscht.
ev. Feuerzeug, Sekundenkleber und Aktivator. Sekundenkleber und Aktivator gibts im Modellbauladen. Macht aber nur Sinn, wenn eine der betreuenden Personen Modellbau betreibt und den restlichen Sekundenkleber+ Aktivator aufbrauchen kann, da für die CFK-Stäbe nur sehr wenig benötigt wird und die Flaschen doch ordentlich teuer sind.
1mm Sperrholz oder entsprechende Kunststoffplatte.
1.5 mm Bohrer samt Bohrmöglichkeit.
Gummiband 1mm. Hier genügt ein aufgeschnittener dünner Gummiring.
Gummiband 3mm. Das Schwarze ummantelte, welches auch für Gummizüge bei Jacken verwendet wird. Gibts im Drachenladen. Bezugsquelle in Bern: Drache-Näscht.
Eine Aufrollmöglichkeit für die Hochstartschnur.
3 Aufbau
Hinweise:
Für die Baufotos habe ich das Modell mit Krep-Klebeband verklebt, dadurch sehen sie wo Klebeband hingehört. Für den Nachbau eignet sich durchsichtiges Tesa, ist Stabiler als Krep-Klebeband und sieht besser aus. Ausnahme: Bei der Fixierung des Seitenruderseiles ist Krep-Klebeband besser, da man es zum Nachspannen besser lösen kann.
Bauen sie das Modell ruhig so auf wie in der Anleitung beschrieben. Weitere Verstärkungen sind kontraproduktiv, da sie das Gesamtgewicht des Modells in die Höhe treiben und so die Flugleistungen verschlechtern. Ausserdem wird bei einem schweren Modell beim Absturz mehr Masse abgebremst, die Chanche dass irgend etwas kaputt geht erhöht sich.
3.1 Bauplan
3.2 Tragfläche/Leitwerke
1 Zeichen sie die Rechtecke für die Tragfläche (Mittelteil 400x120mm sowie zwei Aussenflächen 200x120mm) auf das 3mm Depron auf. Beachten sie dabei die Faserrichtung des Deprons (die Depronplatte ist auf Biegung entlang der längeren Kante (1) deutlich steifer als 90 Grad dazu (2). Zeichnen sie die Tragflächenteile daher parallel zur steiferen Seite auf). Zeichnen sie weiter die beiden Rechtecke für Höhen- und Seitenleitwerk auf 3mm Depron auf.
2 Zeichnen sie die Profilrippen auf 6mm Depron auf. Das Modell besitzt insgesamt 7 Profilrippen, 6 Davon können sie so wie in der Skizze dargestellt aufzeichnen, die Nr. 7 ist die Mittelrippe und benötigt entsprechend der gewünschten EWD unten noch Material. Für den Anfang können sie Strecke (1) 10mm lang machen.
3 Schneiden sie die Depronteile mit dem Teppichmesser aus. Benutzen sie das Stahllineal als Führung für das Messer und schneiden sie ohne grossen Druck in mehreren Zügen. Gelegentlich kommt es vor das das Depron entlang des Schnittes ausfranst. Dies kann entweder an einer stumpfen Klinge oder an einer Materialunregelmässigeit im Depron liegen. Abgenutzte Abbrechklingen kann man mit der Kombizange wegbrechen, im zweiten Fall hilft nur behutsames und mehrmaliges Schneiden mit wenig Druck weiter.
4 Zeichnen sie 4cm von der Vorderseite entfernt eine Linie auf Unterseite der Tragflächenteile und drücken sie das Depron mit der CD auf dieser Linie ein. Als Führung für die CD dient auch hier das Stahllineal. Es sollte eine ordentliche (mind. 1.5mm Tiefe) rille entstehen, allerdings sollten sie das Depron mit der CD nicht ganz "durchschneiden".
5 Kleben sie auf die Oberseite der Tragflächenteile einen Streifen Klebeband über die mit der CD eingedrückte Rille. So verhindern sie, das das Depron beim anschliessenden Falten hier einreisst.
6 Falten sie die Tragflächenteile an dieser Stelle um 90 Grad um (Rille nach innen, Klebeband nach aussen). Lassen sie anschliessend los. Die Tragflächenteile sollten jetzt schon in ungefähr die Form ihres späteren Profils haben.
7 Längen sie ein 33cm langes Stück von der 2mm CFK-Stange mit einer Kombizange ab und fixieren sie das Stück mittig im den Knick der Profilunterseite des Flugelmittelstücks. Je ein Streifen Klebeband am Stabende genügt hier vollauf.
8 Kleben sie die Profilrippen mit UHU-Por auf die Unterseite der Tragflächenteile. Bestreichen sie die Profilrippe mit UHU-Por (Bild 1) drücken sie sie an ihren Bestimmungsort (Bild 2) entfernen sie sie wieder (Bild 3) und lassen sie die Klebestelle solange ablüften, bis der Klebstoff beim Berühren mit dem Finger keine Fäden mehr zieht (5-10 Minuten). Anschliessend drücken sie die Rippe an ihren Bestimmungsort. Achtung: Der Klebstoff klebt nach dem Ablüften sofort mit voller Klebkraft, ein nachträgliches Verschieben der Bauteile ist nicht mehr möglich). Sind alle Rippen eingeklebt sieht das in etwa aus wie auf Bild 4.
9 Schleifen sie den Übergang Innen-Aussenfläche an der Innen- wie an der Aussenfläche schräg an, so dass die Aussenflächen im 30 Grad-Winkel spaltfrei an das Mittelstück dranpassen. Meistens müssen sie für 30 Grad etwas mehr als 15 Grad schleifen. Einfach mit Gefühl ausprobieren
.
10 Kleben sie die Aussenflächen mit Klebeband ans Mittelstück.
11 Schneiden sie das hintere Drittel vom Seitenleitwerk ca. 30 Grad schräg ab (1). Drehen sie das abgeschnittene Drittel um (2) und kleben sie es mit Klebeband beweglich an den vorderen Teil (3).
3.3 Rumpf
1 Kleben sie HLW uns SLW mit UHU-Por auf den Holzstab.2 Verstärken sie Vorder- und Rückseite des HLW sowie die Aufnahme des SLW mit etwas Klebeband.
3 Markieren sie die Position von Tragflächennasenleiste und Tragflächenendleiste sowie die Position des Schwerpunkts auf der Längsachse mit Filzstift auf dem Rumpfstab.
4 Biegen sie sich einen Hochstarthaken aus 1.5mm Stahldraht zurecht (Angaben in Millimeter).
5 Bohren sie an geeigneter Stelle ein 1.5mm-Loch durch den Rumpf, so dass der Haken beim Einfädeln 15mm vor dem auf dem Rumpfstab markierten Schwerpunkt zu liegen kommt.
6 Verstärken sie die Umgebung der Bohrung mit Klebeband, um ein aufspalten des Rumpfstabes bei wüsten Hochstarts zu verhindern. Fädeln sie den gebogenen Haken durch das Loch.
7 Biegen sie das freie Ende des Hakens mit einer Zange nach oben, füllen sie durch Umwickeln mit einem dünnen Streifen Klebeband auf, so dass der Haken im Loch nicht mehr hin und her wackelt. Zum nach oben Biegen greifen sie mit der Spitze der Zange den Drahtteil direkt nach dem Loch durch den Rumpfstab und biegen alles hintendran von Hand nach oben. Durch das Halten mit der Zange verhindern sie ein Aufsplittern des Rumpfstabes an dieser Stelle.
8 Kleben sie vorne starkes Klebeband hin, um den Ausschlag des Hakens nach unten zu begrenzen. Kleben sie dort, wo der Haken das Klebeband berührt, von innen ein Klebeband Klebefläche auf Klebefläche auf das Äussere. So verhindern sie, dass der Haken festklebt.
9 Entfernen sie dort, wo der Stahldraht durch die Tragfläche kommt das Depron und fixieren sie die Mittelrippe der Tragfläche mit Klebeband auf dem Rumpf.
10 Schneiden sie das Seitenruderhorn mit der Schere aus 1mm Sperrholz oder einem entsprechenden Kunststoffplättchen aus. Bohren sie zwei 1.5 mm-Löcher.
11 Kleben sie das Ruderhorn mit UHU-Por unten ans Seitenruder.
12 Schlaufen sie auf einer Seite ein dünnes Gummiband durch das Ruderhornloch und fixieren sie es mit Klebeband. Fixieren sie das Gummiband provisorisch mit Klebeband auf dem Rumpfstab.
13 Längen sie die Schnur für die Seitenruderanlenkung mit 10cm Übermass ab, machen sie an das eine Ende eine Schlaufe und binden sie diese mit einem selbstzuziehnden Schlaufe an den Stahldraht des Hochstarthakens.
14 Fädeln sie das andere Ende der Schnur mit einer Nadel zwei mal durch das andere Ruderhornloch (die Bilderreihe stammt von einem anderen Modell, das Prinzip ist das selbe
).
15 Spannen sie die Schnur, kürzen und fixieren sie sie mit etwas Krep-Klebeband. Die Schnur sollte sich durch leichtes Ziehen (mit der anderen Hand am Ruderhorn gegenhalten) spannen lassen, durch die 2 Schlaufen sollte sie diese Spannung bis zur Fixierung auch beibehalten. So sieht das Ganze dann fertig aus:
16
Stellung Null: Stellen sie die Seillänge so ein, das das Seitenruder bei voll ausgezogenem Hochstarthaken (Stellung Null) in der Geradeausflugposition ist.
Stellung Eins: Stellen sie den Seitenruderausschlag durch nach oben- oder nach unten-Schieben der Schlaufe am Stahldraht so ein, dass sich ein Seitenruderausschlag ohne Zug am Hochstarthaken (Stellung Eins) von ca. 5 Grad ergibt.
Stellen sie weiter die Gummispannung so gering wie möglich ein, das Seitenruder sollte nach loslassen des Hochstarthakens aber noch zuverlässig in die Stellung Eins gezogen werden.
17 Sägen sie eine Schutzkufe aus 4mm Sperrholz aus und kleben sie sie mit Weissleim oder starkem Klebeband vor den Haken (die Zange dient nur als Grössenvergleich, zum Aussägen bitte eine Laubsäge benutzen
).
3.4 Fertigstellung
1 Korrigieren sie falls nötig den Schwerpunkt entlang der Längsachse. Befestigen dafür sie solange Schrauben in der Rumpfspitze, bis der Schwerpunkt genau unter dem CFK-Stab der Tragfläche liegt. Zur Schwerpunktkontrolle legen sie das Modell mit dem CFK-Rohr auf zwei Fingerspitzen und lassen es frei pendeln. Sobald das Modell geradeaus schaut und nicht mehr nach vorne oder hinten abkippt stimmt der Schwerpunkt.
2 Kontrollieren sie den Schwerpunkt entlang der Querachse. Wenn sie den Rumpf auf 2 Finger legen sollte er im Idealfall ausbalanciert sein. Kippt das Modell immer gegen eine (Tragflächen)Seite weg, dann beschweren sie die andere Seite durch Gewichtszugabe am Randbogen der Tragfläche, bis das Modell etwa im Gleichgewicht ist.
3 Kontrollieren sie, ob die Tragfläche in sich verdreht ist und korrigieren sie gegebenenfalls durch leichtes Zurückbiegen. Kontrollieren sie ebenfalls ob sie die Aussenflächen ohne Verdrehung an das Mittelstück geklebt haben.
4 Das fertige Modell.| Änderungen an dieser Seite |

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Fabian Günther