
3 Aufbau Teil 2
3.1 Querruderhörner
1 Schneiden sie zwei 15x50mm-Plättchen aus 1.5mm Balsaholz aus.
2 Bohren sie 6mm von einem Ende weg mit 1.5mm vor.
3 Längen sie 20mm lange Stücken von einem 1.5mm CFK-Stab ab, schleifen sie die Enden an, stecken sie sie in die 1.5mm-Löcher und verkleben sie sie mit 5-Min-Epoxi+Baumwollflocken oder Sekundenkleber+Glaspulver. Der Klebstofffleck sollte dabei etwa 10mm Durchmesser haben, ist er kleiner ist die Krafteinleitung ins Balsaholz nicht gewährleistet.
4 Legen sie die Plättchen an ihrem späteren Arbeitsort auf, zeichnen sie den Ausschnitt an den Tragflächen ein, schneiden sie entsprechend Material aus den Tragflächen und verkleben sie das Ruderhorn mit UHU-Por.
3.2 Höhen- und Seitenruderhörner
Zeichnen sie die Höhenruderhörner und das Seitenruderhorn auf 1 oder 1.5mm-Sperrholz auf und sägen sie sie aus.
3.3 Verlängerte Servoarme
1 Fertigen Sie die Servoarme aus 1mm Sperrholz. Bohren sie das Mittelloch mit 3mm, die Schnurlöcher mit 1.5mm. Der Abstand Schnurloch-Servoachse sollte das 1.5-Fache des Abstandes Schnurloch-Ruderachse bei den Ruderhörnern betragen.
Nähen sie die Servoarme anschliessend mit Drachenschnur auf die Servohebel und sichern sie die Naht mit Sekundenkleber.
3.4 Rumpf II
1 Zeichnen sie die Hilfslinie für die Verklebung der oberen Rumpfseitenansicht nach obigem Schema auf die Draufsicht.
2 Scharnieren sie das Seitenruder provisorisch mit Krepband an die untere Rumpfseitenansicht.
3 Scharnieren sie die obere Rumpfseitenansicht provisorisch ans Seitenruder, zeichnen sie die korrekte Position der oberen Rumpfansicht auf der Draufsicht an.
4 Montieren sie das Seitenruder wieder ab, fertigen sie den Ausschnitt für das Seitenruderhorn und verkleben sie es mit 5-min-Epoxi oder Styroporsekundenkleber.
5 Kleben sie die obere Rumpfseitenansicht mit UHU-Por auf die Draufsicht.
6 Scharnieren sie das Seitenruder nach dem Gleichen System wie beim Querruder mit Tesa-Film an der Rumpfseitenansicht an.
7 Kleben sie das Höhenruderhorn mit UHU-Por an ein Höhenruderblatt, verstärken sie die Klebestelle mit Klebeband.
8 Verbinden sie die HLW-Hälften mit zwei 10x150mm Balsabrettern. Auf dem einen HLW-Blatt werden diese fix eingeklebt, auf das andere werden sie durch das Ruderhorn durchgesteckt und mit Klebeband durch ein Loch im Ruderblatt gesichert. In das Seitenruderblatt müssen sie für die Balsabrettchen eine entsprechende Aussparung schneiden.
Hinweis: Auf den Bildern ist je ein Ruderhorn pro Höhenruderklappe zu sehen. Sie brauchen jedoch nur eine Höhenruderklappe mit einem Ruderhorn versehen.
3.5 Fahrwerk
1 Zeichnen sie die Platten auf 1.5mm Sperrholz auf. Nr.1 2x, Nr.2 und Nr.3 je 1x
2 Bohren sie beim Nr.3 gerade durch, bei Nr.1 zuerst gerade und dann den Bohrer um 60 Grad neigen, bei Nr.2 zuerst gerade und dann um 30 Grad neigen.
3 Sägen sie die Plättchen aus und schneiden sie falls gewünscht die Kanten mit einer Schere ab.
4 Markieren sie die Position von Nr.1 und Nr.2 und kleben sie sie mit UHU-Por ein.
5 Längen sie die Beiden Fahrwerksbeine mit 50mm Übermass aus einem 3mm CFK-Stab ab, markieren sie den Übergang Fahrwerksbein-Radachse und brennen sie das Harz am Übergang Achse-Fahrwerksbein weg.
6 Stechen sie die Fahrwerksbeine durch die Torsionsstreifen und fädeln sie sie in die Sperrholzbrettchen ein. Knicken sie die weggebrannte Stelle um und fixieren sie sie mit Klebeband auf dem Tisch (die beiden Radachsen sollten jetzt auf einer verlängerten Linie liegen).
7 Tränken sie die Knickstelle mit Sekundenkleber und härten sie die Verklebung mit Aktivator.
8 Korrigieren sie eine Etwaige leichte Schieflage des Modells durch Kürzen des längeren Fahrwerksbeins.
9 Bohren sie falls nötig die Nabe der Räder (45mm Moosgummiräder o.Ä) auf, so dass sie sich auf der Radachse leicht drehen lassen.
10 Fädeln sie die Räder auf und sichern sie sie mit Krepband. Das Krepband können sie am Schluss noch mit schwarzem Edding bemalen.
11 Längen sie die untere Querstrebe mit Übermass ab, ermitteln sie die Position von Nr.3 und kleben sie Nr.3 mit UHU-Por an die untere Rumpfseitenfläche.
12 Kürzen sie die Querstrebe auf das endgültige Mass, fädeln sie die Drachenstabverbinder auf und fädeln sie sie Querstrebe ein.
13 Schneiden sie die Fahrwerksaufdoppler aus Depron aus, finishen sie sie und kleben sie mit 4 Streifen Tesa an die Fahrwerksbeine.
3.6 Sporn
1 Längen sie für den Spornstab ein 26cm langes Stück von einem 2mm CFK-Stab ab und schleifen sie ein Ende leicht an. Suchen sie sich für die Radachse ein mindestens 10cm langes Reststück von einem 2mm CFK-Stab und schleifen sie dieses ebenfalls an einem Ende an.
2 Sägen sie aus einer 1mm GFK- /2-3mm Sperrholzplatte eine Halterung, in die das Spornrad bequem reinpasst und rundherum ca. 1mm Luft hat.
3 Bohren sie falls nötig die Nabe des Spornrades (26mm Moosgummirad o.Ä) auf, so dass es sich auf der Radachse leicht drehen lässt.
4 Rauhen sie die Platte an den Klebestellen leicht an, fädeln sie das Spornrad auf die angerauhte Radachse und Kleben sie Radachse und Spornstab mit 5min-Epoxi auf die Platte. Das durch die Überlänge lässt sich die Radachse bequem 90 Grad zum Spornstab ausrichten.
5 Messen sie, nachdem der Klebstoff getrocknet ist, von der Radachse weg 20cm am Spornstab ab, markieren sie die Stelle, brennen sie dort das Harz weg und knicken sie den Spornstab ca. 90 Grad um. Achten sie darauf, dass der Spornstab 90 Grad zur Radachse steht, sonst läuft das Rad später schief. Fixieren sie die Knickstelle mit Sekundenkleber und Aktivator.
7 Falls sie das Heck etwas schief gebaut haben, gleichen sie dies mit einem Depronklotz aus, so dass zumindest der Sporn gerade ist.
8 Stechen sie entsprechende Löcher durch Draufsicht und Torsionsstreifen und Fädeln sie den Sporn ein.
9 Wickeln sie einen Streifen stabiles Klebeband an der Sportn-Austrittsstelle aus dem Rumpf ums CFK Rohr und ziehen sie das Klebeband anschliessend auf die Andere Saite des Rumpfes hoch.
10 Zum Schluss noch einen streifen Klebeband an die Austrittsstelle, einen ans Eck und einen ans obere Ende, und fertig ist der Sporn.
3.7 Motorspant
1 Zeichnen sie den Motorspant auf 3-4mm dickes Sperrholz auf. Zeichnen sie die Bohrstellen an, körnern sie vor, Bohren sie die Befestigungslöcher für den Motor mit 3.5mm (bei M3-Schrauben), das Mittelloch mit 5mm.
2 Sägen sie den Motorspant aus.
3 Verrunden sie die vorderen Kanten leicht mit Schleifpapier. So verhindern sie das das Befestigungsklebeband später an diesen Kanten reisst.
4 Zumindest der Axi hat an der Stelle, wo die Achse aus dem Motor austritt einen Stellring. Damit dieser frei mitdrehen kann und nicht am Motorspant schleift sollten sie das 5mm-Loch hinten mit einem 10mm-Bohrer VORSICHTIG soweit aufweiten, bis der Stellring nicht mehr schleift.
5 Längen sie die M3-Schrauben für die Motorbefestigung ab. Wählen sie die Länge so, dass die Schrauben ganz durch die Motorgrundplatte durchgehen, jedoch unter keinen Umständen die Wicklung berühren. 1mm luft zwischen Schraube und Wicklung sollten sie immer haben. Zum Ablängen benutzen sie am besten eine Laubsäge mit dem feinsten Metallsägeblatt.
6 Stecken sie die Schraube anschliessend auf einen Schraubenzieher, nehmen sie den Schraubenzieher so in die Hand dass sie mit Daumen und Zeigefinger den Schraubenkopf auf dem Schraubenzieher halten können und schleifen sie die Schnittfläche der Schraube an einer Metallfeile gerade. Arbeiten sie mit wenig Druck, da sie die Schraube sonst eher verformen als Schleifen.
7 Schleifen sie die Kanten der Schnittfläche rundherum vorsichtig etwas an. Arbeiten sie auch hier mit wenig Druck, da sie sonst die obersten Gewindegänge zu stark verformen.
8 Schrauben sie eine M3-Stahlmutter auf die Schraube, um die durchs schleifen gequetschten Gewindegänge wieder zu begradigen. Entfernen sie die Mutter anschliessend wieder.
10 Schrauben sie den Motor mir je einer Unterlagsscheibe pro Schraube an den Sperrholzspant. Ziehen sie die Schrauben gefühlvoll fest. Wenn sie hier mit zu viel Kraft arbeiten laufen sie Gefahr, die Gewindegänge im Alu-Motorgehäuse auszudrehen.
3.8 Akku
1 Wickeln sie den Akku in eine Lage dünnen Karton ein.
2 Schrumpfen sie dieses Paket in Schrumpfschlauch ein.
3 Schneiden sie den Schrumpfschlauch an der Kabelseite des Akkus auf, entfernen sie den Akku und entsorgen sie den Karton.
4 Schneiden sie auf der geschlossenen Seite des Schrumpfschlauches die untere Hälfte weg, so dass dort später die Akkukabel durchgeführt werden können.
3.9 RC-Check
1 Stecken sie Motor+Regler sowie die Servos korrekt an den Empfänger an. Schliessen sie den Akku an, kontrollieren sie die korrekte Funktion aller Elemente und verschrauben sie die Servohebel möglichst im Neutral auf den Servos. Die verbaute Ausrüstung:3.10 Querruderanlenkung
1 Verkleben sie die Querruderservos mit UHU-Por auf der Tragflächenunterseite. Schliessen sie die Querruderservos sowie den Regler an den Empfänger am, schalten sie den Sender an und stecken sie den Akku ein. Fixieren sie die Ruder mit Krepband in der Mittelstellung. Trimmen sie die Querruderservos (soweit es ihre Fernsteuerung halt zulässt) so, dass die Ruderhebel senkrecht zur Tragflächenunterseite stehen.2 Längen sie zwei 1.5mm Kohlestäbchen für die Querruderanlenkung mit Übermass ab.
3 Schrumpfen sie die Kohlestäbchen mit einem 25mm-Stück 2mm-Schrumpfschlauch auf das Ruderhorn auf.
4 Längen sie die Kohlestäbchen endgültig ab und schrumpfen sie sie mit einem 25mm-Stück 3mm Schrumpfschlauch auf das Servohorn auf. Bemerkung: Um die Streben bei abgenommenen Tragflächen ganz an die Tragflächen anlegen zu können muss jeweils der Servohebel abgeschraubt werden, da sonst die Querruder-Anlenkstange der hinteren Strebe in die Quere kommt. Alternativ kann man die Querruder-Anlenkstange statt mit 3mm Schrumpfschlauch auch mit einem Gabelkopf am Servohorn befestigen und dann jeweils den Gabelkopf lösen.
3.11 Schwerpunkt
1 Bringen sie den Ausschnitt für den Motor in die Rumpfspitze ein.2 Fixieren sie den Motorspant samt Motor provisorisch mit Krepband.
3 Heften sie den Regler, Empfänger sowie Höhen- und Seitenruderservos an ihre Plätze, stecken sie den Akku in die Schrumpfschlauchhülle und ermitteln sie die grobe Position im Rumpf für den passenden Schwerpunkt.
3.12 Seilanlenkung
1 Schmelzen sie die Ausschnitte für Höhen- und Seitenruderservohörner ins Depron und kleben sie die Servos mit UHU-Por an ihre Arbeitsplätze.2 Knoten sie die Anlenkschnur hinten oben ans Ruderhorn.
3 Führen sie die Schnur nach vorne und schlaufen sie die Schnur mit einer Nadel durch die Löcher des Servohorns.
4 Führen sie die Schnur wieder nach hinten und schlaufen sie sie hinten zwei mal durch das untere Loch des Servoruderhorns.
5 Spannen sie die Schnur, kürzen sie das freie Ende auf 10cm und fixieren sie es mit etwas Krepband. Die Schnur sollte sich durch leichtes ziehen (mit der anderen Hand am Ruderhorn gegenhalten) spannen lassen, durch die 2 Schlaufen sollte sie diese Spannung bis zur Fixierung auch beibehalten.
6 So sieht das dann fertig angelenkt aus:
7 Beim Seitenruder läufts gleich.
3.13 Fertigstellung
1 Befestigen sie den Motorspant samt Motor mit Klebeband an der Modellnase. Kleben sie dafür zuerst vier 30cm lange Klebebandstücke (grün) um die Nase herum und kleben sie anschliessend den Motorspant mit vier 5cm-Klebebandstücken (rot, bei dünnem Klebeband sollten sie diese doppelt nehmen) an die Modellnase. Dadurch können sie den Motorspant später von der Rumpfnase lösen, ohne dabei das Depron zu beschädigen.
2 Montieren sie den Propeller mit dem Mitnehmer auf der Motorwelle.
3 Richten sie die Ruder aus und sichern sie die Anlenkschnur mit einem Stück Klebeband auf den Servoarmen.
4 Der Regler sollte im Luftstrom Liegen und etwas Abstand zur Rumpfseitenwand Haben. Einen 10g-Regler wie den Phoenix 10 auf den Bildern kann man problemlos einfach an den Kabeln hängen lassen, einen Schwereren muss man gegebenenfalls zum Rumpf hin abstützen.
5 Der Empfänger (ganz besonders weils hier ein derartiger Riesenklotz ist
) kommt in einen Ausschnitt im Torsionsstreifen. Kabel rein, Deprondeckel drauf und gut ist.
6 Pieken sie für die Empfangsantenne Löcher in die untere Rumpfseitenansicht und fädeln sie die Antenne durch.
7 Ruderausschläge: Ich fliege auf Quer 50, auf Seite 45 und auf Höhe 50 Grad Ausschlag, jeweils ohne Expo . Für den Erstflug können sie die halben Ausschläge einstellen und nach persönlichem Geschmack Expo dazumischen. Für gewisse Figuren ist es durchaus sinnvoll, den Höhenruderausschlag später auf über 60 Grad hochzuschrauben, ich habe es bis jetzt allerdings noch nicht benötigt.
8 Richten sie die Vorderräder gerade aus, lassen sie das modell am boden rollen und kontrollieren sie, ob es einen Bogen rollt. Korrigieren sie die Stellung der Vorderräder so lange, bis das Modell geradeaus rollt. Dieses Spielchen müssen sie im Flugbetrieb (vor allem nach härteren Landungen) gelegentlich wiederholen.
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Fabian Günther